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Einkünfte- und Lehns-Register der Fürstabtei Herford sowie Heberollen des Stifts auf dem Berge bei Herford ...
Entstehung
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Hause, die, wie Heinrichs I. Gemahlin Mathilde, Ottos I.Gattinnen Edgid u. Adelheid und Ottos IT. Gemahlin Theo-phanu, dem Kloster ihre besondere Huld zuwandten; KöniginMathilde, Tochter des westfälischen Grafen Thietrich ausWittekinds Stamme, war selbst im Herforder Kloster erzogen 1 ).Neben den Kaiserinnen war besonders der Abt von Corvey fürHerford thätig.

Das Stift selbst wurde, als um 924 die Ungarn aufihren Verheerungszügen durch Deutschland auch Herford heim-suchten , arg verwüstet, so zwar, dass, wenn wir einer altenHerforder Quelle folgen, selbst die Heiligtümer in Brand ge-steckt wurden und die rohen Horden keinen am Leben Hessen,oder, was sie leben Hessen, gefangen mit sich fortführten 2 );das Archiv des Stifts mit seinen für dieses so wertvollenKaiserurkunden war dabei teilweise verbrannt 3 ). Als KönigHeinrich I., diesen Verlust zu ersetzen, 927 die Bestätigungaller Schenkungen u. Verleihungen seiner Vorgänger und sonsti-ger Personen aussprach, liess er betrügerischen Gegnern desKlosters gegenüber einige Ortsnamen aus dem Besitzstandedes Stifts besonders zusetzen, nämlich Angeresgowe Wines-walde, Overanberh, Liudwinesdorp u. Hunbech secus fiuviumSigina 4 ). Die Thatsache, dass hier zufällig 2 urkundlichweiter als solche nicht nachweisbare Güter des Stifts erwähntwerden (Wineswalde u. Hunbech) 5 ), berechtigt zu der Ver-

1) Erh. Keg. 507, 620, 647; C. D. 48, 50, 52. 2) Wilm. Ad-ditam. zum Westf. Urk. B. Nr. 117; Kaiserurk. I. 115. 3) Erh. C.D. 48. Es heisst da: qnatemis illarum praecepta regia, quaeab ethnicorum infestatione exusta sunt, renovari praeciperemus; zu über-setzen: diejenigen Königsbriefe, welche . . .; thatsächlich sindja die Urschriften mehrerer erhalten. So erklärt es sich, dass etlicheSchenkungen uns erst aus späteren Bestätigungen derselben bekanntwerden, und es ist anzunehmen, dass die urkundlichen Nachweise desGüterbesitzes uns teilweise fehlen. Einer urkundlichen Notiz (Staats-arch. Münster Mscr. VII. 3321 b p. 35) zufolge stand die Kiste mit denBriefschaften des Klosters in späterer Zeit (im 14. Jahrh.) in der Ger-kammer (in armario); anderswo bewahrte man die Abschriften (copiaest scripta sub choro in matutinali). 4) Erh. C. D. 48. Es scheinengrade die entlegensten Besitzungen des Klosters angefochten zu sein.5) jetzt Humbach östl. von Siegburg.

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