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Einkünfte- und Lehns-Register der Fürstabtei Herford sowie Heberollen des Stifts auf dem Berge bei Herford ...
Entstehung
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Seit 860 mit Bewilligung des Königs Karl von "Westfrankenauf Bitten der Äbtissin Hadwig von Herford, einer Nichteder h. Ida und der Äbte Adalhard und Wala, die Gebeine derh. Pusinna nach dem Kloster übertragen waren *), hob sichdas Ansehen Herfords noch mehr, und auf Verwendung seinerGemahlin Emma schenkte der König dem Kloster,wo der Leibder h. Jungfrau Pusinna ruhe," die beiden Haupthöfe (casaedominicatae) Overanberg u. Liudwinesthorp im Angeresgau amKheine mit 30 Mansen u. allem Zubehör an Zehnten, Eigen-hörigen, Gebäuden, Land, Wiesen u. Wald, Gewässern, Mühlenu. Fischereien u. s. w. mit der Bestimmung, die Güter nieals Lehen auszuthun, sondern zum Gemeinnutzen des Klosterszu verwerten 2 ); er bestätigte dem Kloster zugleich das Kechtder freien Äbtissinnen-Wahl und die Freiheit von allen fremdenGerichten. So hatte nach 46jährigem Bestehen des Klostersder Güterbesitz desselben durch die Freigebigkeit der karo-lingischen Herrscher, welche Herford als eine Gründung ihrerFamilie königlich ausstatteten, vom Waizagawi (Wessagau)an der Weser am Nord- und Südabhange des Osning durch dieGaue Threcwiti u. Sutherbergi hin zur Ems in die GaueBursibant u. Scopingus, dann zur Lippe in die Gaue Dreiniu. Boroctra u. endlich selbst zum Bheine in den Angeresgauhin sich ausgedehnt.

Die Folgezeit brachte für das Stift Herford neben demlangen Streite besonders mit dem Bistum Osnabrück über dievon den Stiftsgütern an den Bischof zu entrichtenden Zehnten 3 )wohl wiederholte kaiser-(bezügl. könig-)liche und päpstlicheBestätigungen seiner Privilegien u. Besitzrechte, aber bis 995nachweislich keinen Zuwachs an Gütern. Die Fürsprecher,denen Herford jene kaiserlichen Briefe verdankte, waren vor-nehmlich die Gemahlinnen der Kaiser aus dem sächsischen

1) Erh. Eeg. 423. Vgl. Waitz, Jahrbücher des deutschen Eeichesunter König Heinr. I. 3. Aufl. S. 182 f. 2) Erh. C. D. 25. Die Höfelieferten in der Folge (s. u.) den Weinbedarf des Klosters. Es sindArenberg bei Ehrenbreitstein Kr. Coblenz und Leutesdorf auf dem rechtenEheinufer bei Neuwied. Vgl. AVilm. Kaiserurk. I. 161. 3) Vgl. Erh.Eeg. 470, 484, 619, 1176, 1177, 1183, 1207, Cod. 39, 41,159, u. Wilm.a. 0. S. 319 ff.

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