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Einkünfte- und Lehns-Register der Fürstabtei Herford sowie Heberollen des Stifts auf dem Berge bei Herford ...
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mutung, dass zahlreichere Schenkungen an Herford, als wiroben belegen konnten, unter den Karolingern stattgefundenhatten. Bestätigt wird die Vermutung durch eine UrkundeKaiser Ottos I. v. J. 973, wodurch auf Bitten der ÄbtissinImma, welche eine betreffende Urkunde des Königs Ludwigbeibrachte, dem Stifte das von König Ludwig ihm verlieheneMarkt-, Münz- und Zollrecht an dem Orte Adonhusa bestätigtwurde 1 ).

Otto III. schenkte dann 995 der Tochter des HerzogsBernhard, Imma, Stiftsfräulein zu Herford, also wohl mittel-bar dem Stifte, das Gut Hedum im Heder-Gau in der Graf-schaft Heicos 2 ). Da ferner Thiatmar, der Bruder des HerzogsBernhard, wegen Gewaltthätigkeiten, die er gegen das StiftHerford, wo seine Schwester Godesthi Äbtissin war, unterErbrechung und Beraubung des Klosterschatzes verübt hatte,von einer Synode zu 30 Talenten Geldstrafe verurteilt war,gab er im J. 1015, weil er kein bares Geld hatte, demBischöfe Meinwerk sein Gut zu Brunincthorpe 3 ); es kam dieseszum Ersätze ohne Zweifel an Herford, unter dessen GüternBrunecthorp 4 ) im ältesten Heberegister sich auch findet. Dadiese beiden einzigen nachweisbaren Schenkungen späterer Zeit,jene als mittelbare, diese als blosser Ersatz, ihrem Charakternach keine aus Mildthätigkeit gegen das Kloster selbst hervor-gehende, dazu auch unbedeutendere Schenkungen sind, so darfman behaupten, dass der Güterbesitz Herfords im wesentlichenein karolingischer, ein von den Karolingern selbst in Ver-bindung mit sächsischen Edlen gestifteter, ist.

1) Erh. Eeg. 620 u. C. 60. Der Ort ist nicht Ossensen nördlichvon Braunschweig, noch, wie Wilmans meint, (Mensen südlich von Han-nover, sondern beisst später Odenhusen; s. die Eegister unten. Vgl.Dürre im 41. Bde der Ztschr. für westf. Gesch. II. S. 10; Waitz, Jahrb.des deutschen Reiches unter König Heinr. I., 3. Aufl. S. 188 4 . Preussu. Falkmann, Lipp. Eeg. II. S. 429 wollen es inOdinchusen binnenHerford" wiederfinden. 2) Erh. E. 681. Es ist Hedem Kr. LübbeckeEeg.-Bez. Minden. Heden findet sich unter den Gütern des Stifts aufdem Berge (s. u.). 3) Erh. Eeg. 836, C. D. 87 Nr. 20. 4) Es istBrüntrup Amt Hohenhausen im Lippischen.