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Einkünfte- und Lehns-Register der Fürstabtei Herford sowie Heberollen des Stifts auf dem Berge bei Herford ...
Entstehung
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1. Stift Herford und sein ältererGrundbesitz.

Unter den ältesten westfälischen Klöstern ragt nebenCorvey und Essen besonders Herford hervor. Es war daserste Erauenstift, welches auf sächsischem Boden gegründetwurde. Eine sagenhafte Überlieferung setzt seine Gründungschon in das Jahr 790 l ). Um dieselbe Zeit, wo Ludwig derEromme das Kloster (Neu-)Corvey einweihte, d. i. 822 (nicht815, wie Erhard ansetzt), erhielt Waltger vom Kaiser diePrivilegien für ein Frauenkloster in Sachsen. Die Gründungsollte erst in Mudehorst, einem späteren Lehnshofe des KlostersHerford (unweit des Dorfes Mederdornberg L.Kr. Bielefeld),erfolgen; dann fasste Waltger Altenhervorde ins Auge; indem Winkel zwischen Hardna und Werna (Aa u. Werre), ausdem später die Altstadt Herford mit ihrer Feldmark erwuchs,kam dann der Bau eines Holzkirchleins dem Herrn und Mariazu Ehren zu Stande 2 ). Vollständig eingerichtet als Benedik-tinerinnenkloster nach dem Muster des Klosters von Soissonswurde Herford (Herifurth, Herivort, Herevort) 822 durch dieBrüder Adalhard u. Wala, die Söhne Bernhards, des nichtebenbürtigen Bruders des Königs Pipin, deren Schwester Äbtissinzu Soissons war. Wala, hochberühmt als Feldherr und Staats-mann, wurde, wie sein Bruder, selbst Mönch 3 ). Weil durchden Abt von Corvey (Adalhard) gegründet, blieb das KlosterHerford in der Folge der Aufsicht der Äbte von Neu-Corvey

1) Erhard, Eeg. hist. Westf. Nr. 197. 2) Erh. Eeg. 289; vgl.Hoffbauer, Studien zur älteren Gesch. der Abtei Herford in der Ztsehr.für Gesch. u. Altk. Westf. Bd. 20 S. 36 ff.; Wilmans, KaiserurkundenWestfalens I. 310, 488 f. u. den Exkurs S. 275 ff. 3) Erh. Eeg. 314.

II

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