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Peter Delfin : General des Camaldulenserordens (1444 - 1525) ; ein Beitrag zur Geschichte der Kirchenreform, Alexanders VI. und Savonarolas
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VON ROMUALD ZU DELFIN

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Herrn ergeben; ihr Anblick habe ihm die höchste Freude bereitet,er danke Gott, in seinem Sprengel solche Diener Gottes gefundenzu haben*. Solcher Wertschätzung erfreute sich die Einsiedeleivon Camaldoli in weitesten Kreisen, daß sie nachgerade vielfachals die heilige Einsiedelei schlechthin, als die hoch-heilige, verehrungswürdige Stätte bezeichnet wurde 5 . Nicht wenigeEinsiedeleien und Klöster nahmen nach und nach ihre Einrich-tungen und Bräuche an und unterstellten sich ihrer Leitung.Paschalis II. vereinigte sie 1113 zu einem Verbände, welchersich a parte potiori Kongregation oder Orden vonCamaldoli nannte, wonach seine Mitglieder Camaldu-1 e n s e r hießen 6 ; der Prior der heiligen Einsiedelei, so wurde zu-gleich bestimmt, sollte eo ipso der allgemeine Leiter, r e c t o rgeneralis, General, aller ihr angegliederten Einsiedeleien undKlöster sein. Somit ergibt sich von selbst, in welchem Sinne derCamaldulenserorden als eine Stiftung des hl. Romuald anzuspre-chen ist. Jedenfalls fällt seine Geburtsstunde nicht erst mit derGründung Camaldolis zusammen; denn Romuald hatte hier seineTätigkeit weder begonnen noch längere Zeit ausgeübt noch be-endet und diesen Ort niemals vor anderen im geringsten bevorzugt,überhaupt niemals einen besonderen Orden zu stiften beabsichtigt.Will man in seinem Werke gleichwohl eine Ordensgründung er-blicken, so darf man diese nicht erst mit Camaldoli, muß sie viel-mehr schon mit den frühesten Niederlassungen, mit Pereum,Comachio, St. Adalbert usw. verknüpfen 7 . Und doch war diehl. Einsiedelei die Wiege des Camaldulenserordens, sofern eben sieden romualdinischen Geist am lautersten ausprägte und zu jenemedlen Kerne verdichtete, um welchen sich im Laufe der Zeitandere Einsiedeleien und Klöster wie die Schalen zu lagern be-gannen. Als Romuald seine Augen schloß, hatte er das mittlereund nordöstliche Italien mit einem Netze von Siedelungen um-sponnen; aber weiter war sein Werk nicht gediehen, es umspanntealso nicht einmal ganz Italien, geschweige andere Länder derChristenheit, und machte auch späterhin keine nennenswerten Er-oberungen mehr, war also, schon rein räumlich betrachtet, sehrbescheidener Art und konnte sich mit den großen Familien eineshl. Benedikt oder später eines hl. Franz und Dominikus nicht ent-fernt messen. Und selbst dieser verhältnismäßig sehr enge Kreisromualdinischer Stiftungen schloß sich der hl. Einsiedelei nicht