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neben ihren Lagern stehen haben, um auch zur Nacht-zeit kalt trinken zu können. Es ist merkwürdig gs-nug, daß selbst die Bewohner der kältesten Lander sogerne gefrorne Dinge essen und trinken, wie man dasauch bey den Grönländern, Samojeden und Lappenbemerkt. Der Jakuten Confect besteht in gefrornenFischen und gefrornen Beeren. 62) So wenig wiruns jetzt darüber wundern, wenn Leute von Standegefrorne Säfte im Sommer gern gemessen, eben sowenig dürfen wir uns darüber wundern, daß vor et-lichen hundert Jahren der Geschmack an gefrornenWurzeln bey uns so allgemein war, und die königli-chen Prinzessinnen selbst ein ausserordenlliches Beha-gen darin fanden.
Nach PlilNUs Zeugniß pflegten schon die altenRömer ihre Getränke in der Hessen Jahreszeit mitSchnee und Eis abzukühlen. Seneca tadelt diesen
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62) Es ist nicht bloß der Wohlgeschmack, welcher dieJakuten, Samojeden und andere nordische Völkerreizt gefrorne Fische und Beeren zu eßen, sondernder Fisch hält sich auch besser, und ist vorzüglich imWinter, da sie in ihren feuchten ungesunden Wimterwohnungen zuweilen Wochen und Monathe langeingeschlossen blecken, und die mit unreinen Ausdümstungen angesteckte Luft einathmen müssen, als ei«kräftiges Mittel gegen den Scharbock, der sich dennbey ihnen zu äusser« anfängt, anzusehen. DieNüssen lernten erst von diesen Völkern dies Mittel.Sie nannten daher die Samoji'den, Sirojev - 5»(Roh/Eßer). So wie man aus derselben Ursache,die rohe gefrorene Fische eßenden chMmahs eben,falls vom Worte EMmamsik, (rohe Sachen essechdarnach benannte. F>