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kalte und frische Wasser doch als eine große Wohlthaider Vorsehung betrachten, weil der Durst dadurch aufeine angenehme Art gelöscht wird r dagegen ist frey-lich das warme Wasser an sich unschmackhaft. Beyheißer Witterung und in warmen Klimaten ist dasTrinken des kalten Wassers mit einer besonders liebli-chen Empfindung verknüpft, und deswegen pfiegen ditteichen Türken, Perser und andre Asiaten ihre Geträn-ke mit Eis zu kühle«, welches sie sich mit großer Mü-he und Kosten verschaffen. Eben dies geschieht inverschiednen Ländern des südlichen Europa, in Spa,nien und Italien. ^ ') In dem letztern Lande wirdein ausserordentlicher LuMs mit dem Eise getrieben.Die vornehmen Römer essen keine Melonen oder an-dre Früchte, wenn sie nicht vorher in Schnee- oderEiskellern gelegen haben. Auch die Russen pflegentine Menge von Eis in Kellern für den Sommer auf-zubewahren, um damit ihren Meth abzukühlen. Manerzählt sogar von den Kamtschadalen; daß sie nichtallein im Sommet sehr gern Eis und Schnee essen,sondern daß sie auch mitten im Winter den Schneemit den Handen von der Erde aufraffen und mit gro-ßer Begierde verschlucken; ja daß sie gar des Nachtsgroße Wassergeschirre mit Eis und Schuee angefüllt
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61) Eigentlich besteht die Durstlöschende Kraft desWassers in der beyqemischtenLuftsäure. Kocht mattdas Wasser, und läßt es denn erst eben so kalt wettden, so löscht es doch nicht den Durst, weil ihm dieLuftsäure fehlt. Denn diese Säure zieht die Zunge,den Gaumen und den Schlund, so wie den Magengelinde zusammen, da sie von der großen Erhitzungganz erschlast waren.
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