Druckschrift 
2 (1792)
Entstehung
Seite
108
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Halle so vortrefflich gerathen. Sie werden in solcherMenge gefangen, daß im Jahre 1720, allein im Mo-nat October, 404,340 Stück Lerchen in Leipzig ein-kamen. Nach heftigen Nordwinden findet man dieLerchen allezeit fetter als nach Südwinden. Inwärmern Gegenden von Europa sind sie den ganzenWinter bindurch fett und eßbar. Ihr Fleisch ist ansich mürbe, nährend und gesund, schmeckt aber ambesten, wenn sie einen oder ein paar Tage alt sind.RüjUs sahe in Rom eine unendliche Menge Lerchenauf den Markten. In Frankreich heisseu die fettenLerchen I^tmvistto, uud werden für eine große Le-ckeren gehalten. Man spickt sie mit Speck und Sal-bei. Auch backt man die jungen Lerchen in Paste-ten, s 6)

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86) Nur die Fclvlerckc ist eigentlich der Vogel, wellchcr so häusig um Halle gefangen wird. Sie zwhen von Norden nach Süden: und, da sie alle Waleder in geblrgichten Gegenden vermeiden, so streichensie längst den waldigen Vorgebirgen des Harzes,bis sie bey Halle auf die Ebene kommen, und nunweiter ungehindert nach Süden, oder eigentlich nachSüdosten und Südwesten, nach Thüringen, Schleisicn und so weiter, ziehen können. Bey HellemMondcnscheinc und schönem Wetter ziehen sie immerfort weiter, und man fängt nur wenige, und nurlauter magere Vögel; allem dunkcle, trübe etwasfeuchte Tage und Nächte nöthigen die Lerchen inden fruchtbaren Weizenfeldern zu verteilen: da siedenn den Samen vom polv^onum aviculare häulsig essen, und in wenig Tagen sehr fett werden.Ich zweifle lehr, ob d^e fetten Lerchen in Frank/reich den Nahmen ölauvi^te führen: ich glaube

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