Druckschrift 
2 (1792)
Entstehung
Seite
99
Einzelbild herunterladen
 

».^

99

V

'»»-

^

^s

oder Kaiservogel, weil man ihn bloß für eine Speisedes Kaisers halt. Auch die alten Römer schätztentas Haselhuhn ungemein: die besten findet man inLitthauen und Preussen. — Eine Art Haselhuhn, un-ter dem Nahmen Nou- WU- wu ist in Sma sehrgangbar: auch in der Gegend von <5obolsk giebt esvortreffliche Haselhühner. ^ ?)

Die norwegischen Wachteln rühmt HammerM sehr delikat: Cottlogon ziem sie den Manenund Rebhühnern vor. Büsson halt die Wachtelnüberhaupt für wohlschmeckend, gesund und leichtver-daulich, und für vorzüglich lecker, wenn sie jung undfett sind. Am meisten werden die Wachteln von Lan-ushire und Biscaja gerühmt. In Deutschland füt-tert man die Wachteln in Zimmern, und bratet siealsdann, wenn sie fett sind. Im Oestrelchischen hältman sehr viel auf diesen Vogel. Ans den Inseln desArchipelagus werden die Wachteln mit Essig einge-macht und sind alsdann ungemem lecker. Wenn dieWachteln im Frühlinge aus Afrika nach Neapel kom-men, so pflegen sie bisweilen giftig zu seyn.

Die Frankolinen oL 7 5 H 0 />6«fo//55tt/)

wurden in alten Feiten für eine große Leckeren gehal-ten. Vorzüglich berühmt waren die zonischen (atta-ßen iomcuz). Bey den festlichsten Mahlzeiten derrömischen Kaiser wurden Kramtsvögel und Frankoli-nen aufgetragen. Galen verglich diesen Vogel mit

G 2 dem

77) In Böhmen, Schlesien, Kurland, Liefland, Esth,land, und m dem ganzen Nußischen Reiche, so weitHaselbüsche, Birken und Ellern wachsen, find Ha,selhühner anzutreffen. F.

'