Druckschrift 
2 (1792)
Entstehung
Seite
21
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Wie sehr die Pescherahs das Nobbenfleisch lieben,bezeugt unter andern Forster. Eben dies gilt vo»ten übrigen Bewohnern des südlichen Amerika. InNeuseeland und auf dem Feuerlande fanden selbst dieEngländer das Fleisch recht gut und eßbar, wenn nurder Thran vorher weggeschnitten worden. Sie glaub-ten Rindfleisch zu essen. Coreal bezeugt von denjungen Robben *) an der mageFanischen Meerenge,taß das Fleisch derselben so weiß wie Lammfieisch sey,frisch, sehr gut schmecke, und noch besser, wenn esgesalzen sey. Die Anwohner der magellanischenStraße essen es ganz roh, aber die Hottentotten gebensich, nach Hessens Bericht, doch noch die Mühe, eshalb zu braten.

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mti, Wallsische, Kaschelottsn und Delphine zumFischgeschlechte gehören und an sogenannten Fastta,gen können gegessen werden; so habe ich selbst gese-hen, daß man Fischottern, Blber und Robben Meilenweit nach einem Katthäuser Kloster zu Lande geführt;damit diese guten Väter, ohne ihr Gelübde zu brechen,den lieben Gott doch betrügen und sich an Fleischsatt essen könnten. Daher wurden diese warmblüti-gen Süugthiere auch vor der Reformation so durch-gingig in allen Ländern und selbst an großen Schmaussereyen gegessen. F.

*) Im Original steht lKil!Kutgrn5. l<nta ist keingewöhnlicher schwedischer Ausdruck, sondern nur einProvinzialismus in Gothland und Angermanland.Dort bedeutet er jede Robbe, hier aber eine gan?lunge, eben gebohrne. (lö^e LnenfKt äiäleHt<nicon. 4. UM. ,766.)

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