Druckschrift 
2 (1792)
Entstehung
Seite
7
Einzelbild herunterladen
 

Das Ware'e-Schwein *) im mittlern Ame-rika soll ein weit wohlschmeckenderes Fleisch haben,als unser gewöhnliches Schwein. Es ist daher einHauptgegenstand der Jagd, und einige halten da5Fleisch noch für delicater, als das Fleisch des Ta-

jüssu.

Das Fleisch des Tajasslzt (8V8 7a/^«) wirdpon den Amerikanern sehr geschätzt: die Europäeraber essen es nicht gerne, wegen des drüsigen, miteincp stark riechenden Feuchtigkeit erfüllten Sacks, **)den es auf dem Rücken tragt. Indessen ist das Fleischsehr zart, leichtverdaulich, nicht so fett, als unserSchweinefleisch: und Piso und FeMUN ziehen daherdies Fleisch dem letztern vor. Nur muß man sogleich,oder wenigstens in Zeit von Z bis 4 Stunden, dieDrüse und die Hoden abschneiden, weil sonst dasFleisch unerträglich schmeckt. Marcgwf, d'Acosiü,Biwcroft, d'Acun'a rühmen ebenfalls den vortreff-lichen Geschmack dieses Fleisches, Barläus er-laubt es sogar den Krauten.

Auch der Bübirussa (5V8 Fa^///<l) liefertwen vortrefflichen Wildbraten. Auf den molukki-

A 4 schen

*) Waree-Schwein (OcKon K4gron) heißt auf denAntillen, in Gujana, Brasilien und Peru das ewropäische, dort wild gewordene, Schwein. Manfindet es in greifen Nudeln bis nach (Mi herunter,und es vermischt sich weder mit dem Tapir, ncchmit dem Tajassu. Spr.

^*) Im Original sieht MKortel (Thrandrüse.) DerGeruch der Feuchtigkeit in der Drüse kommt abereher mit dem Bisam als mit dem Thran überein«

Spr.