derselben ist eine Accumulatoren - Batterie von der gleichen Gröfse wie in Oberkasselzur Aufstellung gelangt. Dieselbe steht durch eine besondere Fernleitung mit der Centralein Verbindung. Der durch die lange Leitung entstehende Spannungsverlust wird durcheine der in der Centrale aufgestellten Zusatz - Dynamomaschinen aufgehoben, auch wirddurch letztere ebenfalls die zur Vollladung erforderliche Ueberspannung geliefert. DasAccumulatorengebäude enthält die Räume für die Accumulatoren, einen Raum für denWärter, in welchem auch das Schaltbrett autgestellt ist, und einen Raum zum Aufbewahrender Säureflaschen.
Vermittelst einer Spannungsleitung zwischen Oberkassel und Fischein kann in derCentrale jederzeit die in der Unterstation herrschende Betriebsspannung abgelesen werden.
Die gesammte Bahnstrecke wird, wie bemerkt, mittels Gleichstrom von 600 VoltBetriebsspannung gespeist. Die Stromzuführung erfolgt durch eine an eisernen Mastenaufgehängte Oberleitung. Dieselbe besteht aus zwei Hartkupferdrähten von 9 mm Durch-messer, welche auf den eingleisigen Strecken in einer Entfernung von ca. 15 cm neben-einander geführt sind, die sich jedoch auf den doppelgleisigen Strecken und in denWeichen auf die beiden Gleise vertheilen. Auf der freien Strecke von Oberkassel bisDiessem gelangten schmiedeeiserne Gittermasten mit Ausleger zur Anwendung; an denHaltestellen und auf den doppelgleisigen Strecken stehen die Masten zu beiden Seitendes Bahnkörpers. In Düsseldorf und Krefeld sowie auf der Brückenstrafse in Oberkasselwurden verzierte Mannesmann-Rohrmasten angewandt.
Auf den Landpfeilern der neuen Rheinbrücke dienen die Stromzuführungsmastengleichzeitig als Lichtträger für die elektrischen Bogenlampen.
Von der Kraftstation wie auch von der Unterstation aus führen je drei Speise-leitungen nach den Speisepunkten auf den Haltestellen. Die gesammte Contactleitungs-anlage ist demnach in sechs voneinander unabhängige einzeln ausschaltbare Abschnitteeingetheilt, welche ihrerseits wieder in Unterabtheilungen von je etwa 1 km Länge zerlegtworden sind. Jede Unterabtheilung ist von der nächstgelegenen durch einen Strecken-isolator mit Ausschalter getrennt und für sich durch eine Blitzschutzvorrichtung geschützt.
In Abständen von etwa 300 m ist die Contactleitung an kräftiger ausgebildetenMasten verankert, so dafs bei Bruch eines Drahtes nicht die ganze Leitungsanlage inMitleidenschaft gezogen wird.
Die Speiseleitungen sind an Isolatoren auf hölzernen isolirenden Querträgern auf-gehängt, welche an dem oberen Theile des Mastes angeklemmt wurden. Zum Zweckedes Zugmeldedienstes sind die einzelnen Stationen der freien Strecke durch eine Telephon-anlage miteinander verbunden.
Sämmtliche dem Fernverkehr dienenden Wagen sind mit Rücksicht auf die engenCurven in den Stadtbezirken und um bei der grofsen Fahrgeschwindigkeit ein ruhigesFahren zu erzielen, mit Drehgestellen versehen. Jedes Drehgestell der Motorwagenwird durch einen direct auf der Radachse montirten Elektromotor von 35 — 40 Pferde-kräften angetrieben. Die Personenwagen (Abbildung Tafel 28) fassen 36 Sitz- und
Kraftleitungs-Anlage.
Wagenpark.
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