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Die neue Rheinbrücke bei Düsseldorf und die Kleinbahn Düsseldorf-Krefeld : 12. November 1898
Entstehung
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und dessen Amtsnachfolgers Freiherrn von Rheinbaben, die Gründung derRheinischen Bahn-Gesellschaft herbeiführte, zu deren satzungsgemäfsenZwecken die Errichtung einer stehenden Brücke bei Düsseldorf und einerKleinbahn von Düsseldorf nach Krefeld gehört. Wenn, wie gehofft werdendarf, mit Eröffnung dieser Verkehrswege eine neue Blütheperiode für diebetheiligten Gemeinden und Kreise beginnt, dann wird die Geschichte dieseswirthschaftlichen Aufschwunges an den Namen Heinrich Lueg anzuknüpfenhaben.

Commerzienrath Lueg hatte, bevor er mit seinem Plan in die Oeffentlichkeit trat,sich in vielfachen Conferenzen die generelle Zustimmung der Staatsbehörden gesichert.Nachdem auf seine Veranlassung der Leiter der Brückenbauanstalt der Gutehoffnungs-hütte, Professor Krohn-Sterkrade, im November 1894 eine Denkschrift unter Benutzungder bisher gesammelten Unterlagen ausgearbeitet hatte, unterbreitete Herr Lueg demRegierungspräsidenten Freiherrn von der Recke den Vorschlag zur Gründung einer Actien-gesellschaft mit 5 Millionen Grundkapital behufs Erbauung der Brücke und erhielt dieZusage, dafs bei dem Minister der öffentlichen Arbeiten die Abordnung eines Regierungs-baubeamten behufs Prüfung der Vorschläge des Professors Krohn erbeten werden solle.

Warme Freunde des Unternehmens waren sofort die Herren Commerzienrath FranzHaniel, Fr. Vohwinkel, A. Bagel und Beigeordneter Marx. Die Herren wurden sichbewufst, dafs das Unternehmen auf der Vereinigung eines Verkehrs- und Grundstücks-geschäftes beruhen müsse, da nur auf diese Weise eine Verzinsung des Anlagekapitalsder Brücke in Aussicht genommen werden könne. Am 28. April 1895 traten die erst-genannten drei Herren mit Commerzienrath Lueg zur Gründung eines Consortiums zu-sammen und beauftragten zunächst den Oekonomierath Dobbelstein unter Mitwirkungdes Landmessers Pohlia;, Kaufanerbieten für Grundstücke auf der linken Rheinseite zubeschaffen; gleichzeitig wurden unter gütiger Vermittlung des Landraths Freiherrnvon Schorlemer Verhandlungen mit der Gemeinde Heerdt angeknüpft, dafs das im Rhein-vorlande gelegene Gemeindeeigenthum zu einem mäfsigen Preise dem Consortium an dieHand gegeben werden möge. Am 1. October 1895 traf Regierungsbaumeister Kauffmannzur Begutachtung des Krohn'schen Entwurfes ein. Nachdem dieser das Project namentlichbezüglich der Deichvorschiebung bearbeitet hatte, konnte am 27. November 1895 unterVorsitz des Regierungspräsidenten und unter Theilnahme des Rheinstrombaudirectorssowie des Ministerialdecernenten der Wasserbauverwaltung Geheimen Oberbaurath Langein eine Prüfung des Projects eingetreten werden, um die Grundlagen für die zu ertheilendeBauconcession zu gewinnen. Bei dieser Gelegenheit überreichte und erläuterte Commer-zienrath Lueg die Bedingungen, unter denen das Consortium den Bau der Brücke amSicherheitshafen für ausführbar erachte. Diese bestanden im Wesentlichen in Folgendem:

1. Die Gesellschaft erhält auf die Dauer von 75 Jahren ein Brücken- und Fährregalin der Ausdehnung von je 2 km oberhalb und unterhalb der Brücke und ist verpflichtet,eine Dampfschiffverbindung für den Personenverkehr von der Haroldstralse und der Zoll-

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