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Die neue Rheinbrücke bei Düsseldorf und die Kleinbahn Düsseldorf-Krefeld : 12. November 1898
Entstehung
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bürgermeister der Stadt Düsseldorf in einer Eingabe an den Handelsminister unter Hinweisauf den ungeheuren Aufschwung der Industrie,

a) der Rheinischen Eisenbahn die Concession zum Bau der Linie Barmen-Düssel-dorf zu erwirken und

b) auf eine demnächstige directe und selbständige Verbindung der Rheini-schen Eisenbahn von Düsseldorf nach Neufs und Krefeld unter Er-bauung einer eigenen festen Brücke unterhalb Düsseldorfs Rücksichtnehmen zu wollen.

Im October 1874 suchte die Direction der Rheinischen Eisenbahn die Genehmigungnach für die Linie Neufs - Düsseldorf mit fester Rheinbrücke bei Schellenburg-Golzheim. Den Anlafs zu diesem Antrage hatte der projectirte Bau der Linie Düsseldorf-Dortmund gegeben. Der Antrag wurde seitens der städtischen Verwaltung zu Düsseldorfdurch Eingaben an den Handels- und Kriegsminister sowie an das Reichseisenbahnamtlebhaft befürwortet. Aber trotz der dringendsten Vorstellungen der betheiligten Städteund Handelskammern erfolgte zunächst eine Entscheidung nicht. Im Ministerium neigteman der Ansicht zu, die Rheinische Eisenbahn solle die Mitbenutzung der Brücke beiHamm beantragen. Deshalb beschlofs man im December 1875, persönlich in Berlinvorstellig zu werden. Der Handelsminister lehnte aber den Empfang einer Deputationzunächst ab, da vor der Entscheidung über den Antrag der Rheinischen Eisenbahn ge-prüft werden müsse, ob eine Mitbenutzung der Kölner Eisenbahnbrücke sowohl derRheinischen wie der Bergisch-Märkischen Bahn eingeräumt werden könne. Wiederumzogen sich die Verhandlungen in die Länge.

Da richtete im October 1877 die Düsseldorfer Handelskammer im Vertrauen auf diehuldvollen Aeufserungen Sr. Majestät des Kaisers gelegentlich Allerhöchstderen Anwesen-heit in Düsseldorf eine Immediateingabe an den Landesfürsten, und diesem Vorgangefolgten im November 1877 die Vertreter der Städte Krefeld, Barmen, Elberfeld undDüsseldorf mit der Bitte um Genehmigung des Bauprojectes der Rheinischen Eisenbahn.Zur wirksamen Unterstützung des Antrages begab sich sodann im December 1877 eineDeputation der betheiligten Städte und Handelskammern nach Berlin, wo sie von Sr. Majestätdem Könige, dem Handels-, dem Kriegsminister und dem Chef des Generalstabes Grafvon Moltke empfangen wurde. Aus der Erklärung des Handelsministers war zu ent-nehmen, dafs die Concessionirung der Linie Neufs-Düsseldorf und die Errichtung einerBrücke bei Düsseldorf wohl keinen Schwierigkeiten mehr begegnen werde, wenn dieRheinische Eisenbahn sich zum Baue der Zweigbahn Düsseldorf- Osterath - Krefeld ver-pflichten wolle. Letztere war aber zur Erfüllung dieser Auflage nicht bereit. Der Handels-minister verfügte daher Ende December 1877 eine commissarische Anhörung der betheiligtenKreise, ob von der gedachten Verpflichtung abgesehen werden könne. Infolgedessenfafste die Stadtverordneten-Versammlung zu Düsseldorf am 6. März 1878 folgendenBesehlufs: