ihren ursprünglichen Standort gewechselt; im Jahre 1853 wurden seitens der Staats-regierung Verhandlungen wegen Verlegung der Brücke nach dem jetzigen Brückenkopfeam Zollthore eingeleitet. An den Kosten der Verlegung, die auf 27550 Thaler ver-anschlagt waren, betheiligte sich die Stadt Düsseldorf mit 4150 Thalern, aufserdem stelltesie einen Bauplatz zur Gröfse von 30 Ruthen behufs Anlage eines Salzmagazins vordem Bergerthore zur Verfügung. Die Verlegung selbst erfolgte im Jahre 1856.
Die ersten Versuche zur Erlangung einer festen Brücke fallen in das Jahr 1849.Am 3. April 1849 giebt der Verwalter des Oberbürgermeisteramtes, Graf von Villers,der Regierung Mittheilung von einer Eingabe des Justizrathes Evelt. Dieser hatte nämlichbeantragt, dafs die Kettenbrücke, welche der Staat zur Verbindung des rechten und deslinken Rheinufers über den Rheinstrom zu legen beabsichtige, nicht in Köln, sondern inDüsseldorf gebaut werde, und es war zur Begründung betont worden, dafs die uralteVerbindung zwischen Norddeutschland und Belgien-Frankreich stets über Düsseldorf ge-führt habe. Die Eingabe hatte aber keinen Erfolg; die Regierung eröffnete der städtischenBehörde, dafs sie aus volkswirthschartlichen und fortificatorischen Gründen der Errichtungeiner Brücke bei Köln den Vorzug geben müsse, abgesehen davon, dafs die Stromverhält-nisse bei Düsseldorf den Bau einer stehenden Brücke sehr erschweren würden; übrigenssei der Brückenbau nicht seitens des Staates, sondern von einer Actiengesellschaft geplant.
Die mannigfachen zu Beginn der 50 er Jahre geplanten Eisenbahnunternehmungengaben den Anlafs, die Bestrebungen auf Herstellung einer bequemen Verbindung derrechten Rheinseite mit dem gewerbfleifsigen linken Rheinufer energisch aufzugreifen.
Im Jahre 1852 bildete sich unter Vorsitz des Oberbürgermeisters Hammers inDüsseldorf ein Comite, das eine directe Eisenbahn-Verbindung zwischen Düssel-dorf und Krefeld anstrebte und den von einer Kölner Gruppe geplanten Bau der LinieKöln-Krefeld via Neufs lebhaft bekämpfte. Der Staat lehnte den Bau der auf 500000 Thalerveranschlagten Strecke Düsseldorf-Krefeld ab. Das Comite arbeitete aber sehr rührig;es veranlafste die Stadt Düsseldorf zur Zeichnung von Actien im Betrage von 25 000 Thalerund brachte durch energische Agitation in kurzer Zeit ein Actienkapital von 100 500 Thalerauf. Nunmehr zeigte sich die Regierung geneigt, den Bau und Betrieb für Rechnungdes Staates zu übernehmen, falls die Actionäre dem Staate für den nicht gezeichnetenRest des Baukapitals die Priorität bis zu 3'/ 2 % einräumen wollten. Das Interesse derAntheilscheinzeichner erlahmte aber allmählich; man hatte angenommen, dafs der Bau derLinie Düsseldorf-Krefeld die Herstellung einer Verbindung Köln-Krefeld ausschliefsenwürde. Als man sich in dieser Annahme getäuscht sah, wurden einzelne Zeichnungenzurückgezogen. Am 7. März 1853 verfügte der Handelsminister, dafs mit dem KölnerConsortium abgeschlossen und mit dem Düsseldorfer Comite nicht weiter verhandeltwerde, dafs aber auf eine Zweigbahn von der Neufs-Krefelder Strecke nachDüsseldorf thunlichst Rücksicht genommen werden solle. Das Kölner Con-sortium erklärte sich zur Erfüllung dieser Bedingung bereit. Infolgedessen richtete dasDüsseldorfer Comite am 13. Juni 1853 an den Handelsminister eine Vorstellung, in