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Aus dem alten Münster : Erinnerungen, Skizzen und Studien
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In Münster zog er dem Prachtbau eine einfache Kurie vor,die er durch Lipper 1792 hatte bauen lassen und die dembischöflichen Siegelamte als Sitz dienen sollte. Er hattevor den Siegen französischer Truppen aus der rheinischenResidenz Bonn weichen müssen. Am 20. September 1795sah er Münster zum letzten Male. Die politischen Ereig-nisse nahmen ihm bald seine landesherrlichen Rechte amRhein und in Westfalen. Die „Siegelei" wurde 1802 beidem Einrücken der preußischen Truppen das QuartierBlüchers.

Lippers sonstige Auftraggeber verfügten nicht über tiefeBaugelände. So sind alle seine Bauten an die Straße ge-rückt. An öffentlichen Gebäuden errichtete er das Theaterund das Gymnasium. Des Heereman-Rombergischen Hofeswurde schon früher gedacht. Er ist LipperS bestes Werk. Dasvon Druffelsche Haus (Königstraße 4/6) verdrängte einenHof von Nagel-Ittlingen. Lipper entwarf auch den vonKettelerschen Hof (Königstraße 52) und die Eckgebäude ander Kirchherrengasse/Alter Steinweg und Neustraße/Hinden-burgplatz. Lipper ('s- 1 800) verwendete öfter als Schlaun fürganze Fassaden Sandstein. Seine Formen sind herber, dochauch er war ein tüchtiger Architekt und Meister der Baukunst.

Als seinen Schüler darf man Engelbert Boner be-zeichnen (1735 - 1815), der auch Artillerieoffizier war. Aufihn werden zwei Schloßbauten hohen, künstlerischen Werteszurückgeführt. Der Auftraggeber des einen auf der Engelen-schanze in wirkungsvoller, von Wasser umgebener Lage, warein Finanzbeamter; den anderen leider 1906 abgebrantengab der kaiserliche Kämmerer Clemens August Freiherr vonKerkerinck 1 789 in Auftrag. Er war österreichischer Offizierim Regimente Erzherzog Karl. Als die Koadjutorwahl vonMax Franz, dem Bruder seines Regimentschefs, in Frage

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