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stand, richtete er eine den Zustand des Fürstentums dar«stellende und Vorschläge damit verbindende Denkschrift anden Kandidaten, die von Urteil zeugt". Schon seit dem15. Jahrhundert war der Hof im Besitz der KerkerinckschenFamilie. Es war der alte Kern des BispinghofeS; denn anihm hing jene Sondergerichtsbarkeit über den BiSpinghof,die erst 1780 auf das Stadtgericht übergeleitet wurde.Geistliche Landesherren zogen vielfach für ihre Prunkbautenfranzösische oder italienische Baumeister heran. Münsterhat nur deutschen Meistern Aufträge erteilt.
Obgleich Münster keine Festung mehr war, entstandgerade zu diesem Zeitpunkte dort eine Schule zur Heran«bildung von Offizieren. Leider sind die Akten über sie nichterhalten. Eine in der Geschichte berühmte ähnliche Anstalthatte der Graf Wilhelm v. Schaumburg'Lippe im Stein«huder Meer auf der künstlich geschaffenen Beste Wilhelm«stein angelegt. Hier wurde Scharnhorst vorgebildet, dergroße Reorganisator des preußischen Heeres unvergeßlichenAngedenkens. Der Nachfolger des Erbauers Graf PhilippErnst ließ die teure Anstalt eingehen. Der Begründer, dessenBüste auch in die Walhalla bei Regensburg aufgenommenwurde, hatte an dem Unterrichte persönlichen Anteil ge«nommen. Als portugiesischer General verfügte er überKriegserfahrung.
Graf Philipp Ernst bekleidete eigentümlicherweise inder bischöflich münsterschen „Armee" den obersten Rang. Erwar kommandierender Generalleutnant en cliet, Gouverneurvon Münster, Wirklicher Geheimer und Geheimer Kriegsratund Inhaber eines Infanterie«RegimenteS. War er es, derbei dem Minister Fürstenberg, der eine Vorliebe für hoheMilitärs hatte, die Errichtung einer Offiziersschule vor«
° Zeitschrift f. vaterl. Gesch. u. Altertumskunde Westfalens, Bd. 6V.
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