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Aus dem alten Münster : Erinnerungen, Skizzen und Studien
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der münstersche DomkleruS, der die Immunität zu schützenhatte. Die Räume der Laischaften deckten sich, ausgenommenÜberwasser, nicht völlig mit den Pfarrbezirken. Mein Eltern-haus gehörte zur Pfarrei Lamberti, aber zur Ägidiilaischaft.Sie, wie alle auf dem rechten Aaufer, war an den Bogen-straßen beteiligt. Das wird wohl durch den Rat deshalb ein-geführt worden sein, um den meist dort wohnenden Rats-mitgliedern die Leitung der Verteidigungsgruppen zu sichern.

Der äußere Mauerring enthielt außer der Domimmu-nität, die durch Mauern und Tortürme leidlich gesichert war,noch einen für sich befestigten Stadtteil. Beide verlorenihren eigenartigen Rechtszustand erst nach dem Anfall anPreußen. Die militärische Deckung war schon lange vorherzergangen. Der BiSpinghof ist im Grunde genommen einein die Stadtmauern einbezogene, verteidigungsfähige Burg-mannensiedlung, ein Vorläufer der von Christoph Bernhardangelegten, wider die Stadt gerichteten Zitadelle. Die Mei-nung des längst verewigten Tibus ist wohl richtig, daß beiErweiterung der Immunität um den südlich gelegenenRaum, in dem die bischöflichen Ministerialen ihre Woh-nungen hatten, diese auf den Bispinghof verlegt werden, aufdem Burgelehen entstanden. Es ist nicht sicher, ob der Hofim engeren Sinne schon damals für sich befestigt war. Jeden-falls war zur Zeit der Erbauung der Stadtmauer der amEintritt der Aa in die Stadt, auf dem linken Ufer, gelegeneBispinghof auch nach der übrigen Stadt hin befestigt. Er botalso dem Bischof Schutz auch gegen die Bürgerschaft, warihm ein Zufluchtsort und gab auch durch das Bispingtor denAusgang zum Lande frei.

Bischof Eberhard von Diest (I275-I3OI) erlebte zuAnfang seiner Regierung heftige Kämpfe mit seiner Bischofs-stadt, die selbst auf der Immunität sich abspielten. Es han-

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