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Aus dem alten Münster : Erinnerungen, Skizzen und Studien
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wickelt gewesen ist, und ich gedenke Werner Rolewincks Ent-schuldigung des RaubrittertumeS armer, westfälischer Ritter.

Mit all den Befestigungen will man den Frieden sichern,im Sinne des Königs, des eigentlichen Hüters des Friedens.Barbarossa sorgte dafür am Niederrhein selbst durch die Er-bauung der Pfalz Kaiserswerth, „der Friedenshüterin". Esist offenbar, daß die Erfahrungen in Italien die Veranlagsung nicht nur dort zum Bau kaiserlicher Burgen gegebenhaben, sondern auch zu dem allgemeinen Befestigungseiferdiesseits der Alpen. Das hatte jedoch auch seine Kehrseiten.Daß nicht nur das Reich, nicht nur Landesfürsten und hoherAdel, sondern auch der niedere Adel sich mit verteidigungS-fähigen Plätzen versorgte, gab ihm die Kraft, nun wirkungs.voll auch eigene Politik zu treiben, selbst gegen die über«geordnete Gewalt. Die Fehden nahmen allen Landfriedens»geboten und Friedebünden zum Trotz nicht ab. Die Bischöfe,die ihre Kathedralstädte befestigt haben, werden die größteGefahr, den Gegensatz zum Rate der eigenen Stadt, nichtlos. Noch nicht 100 Jahre vergehen, da hat Köln seinenErzbischof besiegt und sich tatsächlich frei gemacht. Auch anMünster geht das nicht vorüber.

Doch zurück zu den Burgmannsorten. Sie waren dieVorläufer der „Nurgarnisonstädte", wo alle Zivilisten aus»schließlich von den Soldaten lebten. Dann kamen die un-befestigten Residenzstädte. Jene erlebte ich in Pfalzburg,diese in Karlsruhe.

Die Stadt Münster war, wie Osnabrück, in Laischafteneingeteilt. In Städten wurde die Verteidigung der Stadt-mauern einzelnen Bezirken überwiesen, in Mainz sogar dieländliche Nachbarschaft dazu herangezogen. Die Bezirkehießen deshalb Laischaften, weil allen Religiösen es unter-sagt war, am Kampfe teilzunehmen. Eine Ausnahme machte

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