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wenn nicht Jahrzehnte vorher". Der Bischof Hermann II.,ein Graf von Katzenellenbogen, war ein ganz hervorragenderMann, der sich der Gunst Kaiser Friedrichs I. und seinesSohnes erfreute. Jener hatte den Würzburger Domherrnzum Bischof erhoben. Er zog 1176 mit seinem Kaiser nachItalien zur Unglücksschlacht von Legnano, unterzeichnete alserster Zeuge den zu Konstanz abgeschlossenen Frieden mit denLombarden, war in Mailand bei der Hochzeit Heinrichs mitder Erbin von Sizilien, zog mit Barbarossa in den Kreuz»zug. Dieser sandte den in Staatsgeschäften erprobten Bischofzum Kaiser nach Konstantinopel, wo er in den Kerker ge-worfen wurde. Befreit, machte er den schweren Zug insHeilige Land mit, und war vielleicht Augenzeuge, als derKaiser im Saleph ertrank. Auch Heinrich VI. bediente sichin ernstesten Angelegenheiten seiner (Lütticher Bischofswahl,König Richard Löwenherz). Mit seinem Kaiser zusammenleistete er das Gelübde einer zweiten Kreuzfahrt. Der TodHeinrichs VI., der das Unglück der Staufer einleitete,brachte den Bischof in schwere, innere Bedrängnis. Erschwankte zwischen dem staufischen und dem welfischen Könige.Kurze Zeit war er des Welsen Otto IV. Reichskanzler. AlsLandesherr hatte er große Erfolge. Beim Sturze Heinrichsdes Löwen erreichte er, daß der münstersche Sprengel frei vonHerzogsgewalt blieb und diese tatsächlich dem Bischof zufiel.Gerade in seinem Gebiete erreichte der hohe Adel nur zumkleinsten Teile die ReichSunmittelbarkeit. Auch die Graf«schaftsrechte wurden dem Bischof zuerkannt. Er, der so vieleKämpfe mitgemacht hatte, schuf die ersten BurgmannSortein Westfalen: Nienborg und Landegge. Diese Tatsache er-wähnt die Chronik: ..^cciesie tavi. l^ienbolck. I^ancleFzeparavi". Würde er auch Münster befestigt haben, wie dieseOrte, so hätte der Chronist sicher nicht vergessen, das zu er-
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