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2. Belgien muß sich auf eine benachbarte Großmachtstützen.
Der Minister de Favereau scheint — so muß manwenigstens nach diesen Auszügen seiner Rede und den bis jetztbekannt gewordenen Äußerungen urteilen — den Verhand-lungen des Kriegsministeriums Widerstand geleistet haben. Erschied aus dem Amte. Von seiner Erfahrung machte er aberin der Militärgesetzdebatte Gebrauch und entschied dadurchim Senate die Annahme des Gesetzes.
Der Ministerpräsident de Brocqueville (seit 13. Juli 1911)und der Generalstabschef Jungbluth (1910—12), einst Erzieherdes jetzigen Königs, seit der Thronbesteigung sein General-adjutant und Chef des militärischen Staates, haben Belgienauf dem Wege der Neutralitätsverletzung weiter geführt").Unter die amtliche Tätigkeit dieser beiden Männer sowie desMinisters der auswärtigen Angelegenheiten Davignon, derFavereau folgte, fallen die Verhandlungen vom 23. April (1912).Oberstleutnant Bridges vertrat England, Jungbluth Belgien.In diesen Verhandlungen stehen ausdrücklich die Sätze:
„Le Gouvernement britannique, lors des derniers evene-ments, aurait debarque immediatement ches nous (Beiges),meme si nous n'avions pas demande de secours.
Le General a objecte qu'il faudrait pour cela notre con-sentement.
") Für die Gesinnung dieses Qenerals ist es bezeichnend, daßer, als am Abend der Abreise des deutschen Kaisers von Brüsselim Jahre 1910 der belgische König die Uniform seines preußischenRegimentes angelegt hatte, er die belgischen und auswärtigen Journa-listen bat, dt.von keine Mitteilung in die Presse gelangen zu lassen.
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