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die jedoch 15—20 Jahre zurückliegen und die sich möglicher-weise vielleicht auch auf die Schnäbele-Affäre bezogen haben.Vergeblich fragt man sich, warum de Favereau, der die Doku-mente seines Mitarbeiters kannte und für Belgien fürchtenmußte, niemals vorher seinem Ministerkollegen hiervon Kennt-nis gegeben hat. Die Rede de Favereaus wird als deplaziertbetrachtet und ihre Mitteilungen für übertrieben erklärt 13 t>)."
Heute — nach der Veröffentlichung der Conventionsanglo-belges wissen wir, wie wenig deplaziert und wie wenigübertrieben die Rede war. Sie war in ernster Stunde einegetreue Warnung des langjährigen Leiters der auswärtigenAngelegenheiten Belgiens. Was trug der Präsident desSenates als die Summe der Erfahrung seiner amtlichen Tätig-keit vor:
Einen Rechtssatz: Belgien darf keinerlei Allianzen ab-schließen.
Einen Bericht über Tatsachen: Es existieren Dokumenteüber Verhandlungen, aus denen sich ergab, daß das neutralbleibende Belgien nicht mehr auf die Hilfe Englands rechnendürfe, wenn es gegen Deutschland gehe.
Zwei Urteile: 1. Der Neutralitätsvertrag ist für Belgienvöllig wertlos, er ist für Belgien eine Fessel.
2. England wird Frankreich in einem Kriege gegen Deutsch-land nicht in den Arm fallen.
Zwei Richtlinien: 1. Belgien muß sich frei machen von derNeutralität,
13b ) Über die Rede Favereaus berichtet auch die Post Nr. 586vom 15. Dez. 1909, ohne Neues beizubringen. Den offiziellen Textbringt der Anhang.
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