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schließlich durch diese halbmilitärische Einrichtung, die sie imKriegsfalle auf 157 500 Mann berechnete, erreicht: nichtsanderes als einen hartnäckigen Franktireurskrieg, in dem— wie es zu allen Zeiten und bei allen Völkern geschieht und ge-schehen wird — auch der unschuldige Bürger an seinem Lebenwie an seinem Besitze Schaden leidet. Alle anderen Staatenhatten dieses gefährliche Spiel für große Kinder längst be-seitigt, das belgische Volk hatte aber nicht die Kraft, es zuden historischen Erinnerungen zu legen.
Belgien besaß nun nach der Erweiterung Antwerpens soviele Forts, so viele Panzertürme, daß derselbe Mangel anVerteidigungsmannschaften eintrat, wie er im Jahre 1831 be-stand. Mit der Kleinheit des Landes wächst das Bedürfnisder permanenten Sturmfreiheit einer Festung. Wenn BelgienNamur und Lüttich behaupten wollte, so war eine viel stärkereBesatzung erforderlich, um sofort die Armierungsarbeiten inmöglichst vollständiger Weise durchzuführen. Die Kasemattenschrien nach Garnison. Die Einführung einer (eingeschränk-ten) allgemeinen Dienstpflicht war schon aus diesem Grundeeine Notwendigkeit, sie wurde 1909 in den letzten Tagen KönigLeopolds II. beschlossen, 1913 noch erweitert.
Der noch immer bleibende Mangel an ausreichenden Ver-teidigungstruppen führte vielleicht unbewußt zu dem Ge-danken, man wird im Falle eines Krieges dann von befreun-deten Nachbarn schon Hilfe erhalten. Solche Gedanken mögenin weiten Kreisen naiver Natur sein und bleiben, für die ver-antwortungsvollen Militärs liegen die Dinge aber anders. Siemußten wissen, daß diese Anleihe beim Auslande, soll siewirksam werden, schon im Frieden vorbereitet werden muß.Das neutrale Belgien muß sich aber dem versagen. Die Uber-
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