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Von der Neutralität Belgiens
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dem klügsten Staatsmanne, der nie ernsthaft daran gedachthat, Belgien an Frankreich einzuräumen 5 ). Bismarck hattedie große Geschicklichkeit, Benedetti zur Niederschrift zubringen, so daß er von dessen Hand den Beweis in Händenhatte.

Die luxemburgische Frage brachte im nächsten Jahre auchTeile von Belgien unter die Gefahr, an Frankreich zu kommen.Kaiser Napoleon und der Österreicher Beust hätten in diesemSinne die Politik geführt. Allein es kam zur Entfestigung vonLuxemburg und zur Neutralität dieses Ländchens.

Napoleon war aber nicht damit zufrieden, er kam auf dieschon 183643 verhandelte Zollvereinigung mit Frankreichzurück, vor allem aber erstrebte er den Erwerb einiger belgi-schen Eisenbahnen, es handelte sich gerade um die strategischwichtigen Linien im Osten des Landes. Dem widersetzte sichdie belgische Regierung, bis an den Rand des Krieges gegenFrankreich wurde sie geführt. Napoleon wich aber endlichzurück 6 ).

Ihr folgte schon im nächsten Jahre die schwerste, dieachte Krisis, die von 1870. Bismarck wollte durchaus dieNeutralität Belgiens schonen, er hatte in dem BenedettischenAktenstücke eine Waffe. Als Belgien und England davonKenntnis erhielten, waren beide Regierungen von aller Ver-suchung geheilt, Frankreich etwas zuungunsten Preußens zu-zugestehen. Die Neutralität des belgischen Staates ward aberals so unsicher und schwach angesehen, daß Gladstone mit

5 ) de la Qorce, Histoire du second empire 5, 65 sagt vondiesem Plane des Kaisers Napoleon: L'excuse, la seule excuse, cefurent les suggestions de M. de Bismarck.

6 ) Vgl. D e s c a m p s a. a. 0. 3905.

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