Eine kritische Stunde für Belgien: Hätte Preußen ein-geschlagen, so hätten die Belgier das Los der Polen geteilt,und der Deckel von ihrem Sarge hätte sich nicht mehr gehoben.Frankreich hätte sich bis Brüssel erstreckt, England ein nor-disches Gibraltar in Antwerpen und dem flandrischen Landevon Brügge, vielleicht von Ostende ab nördlich gewonnen,Preußen wäre bis an die Maas vorgerückt, hätte Maastrichtund Luxemburg, vielleicht auch Lüttich erhalten. Wie oftwäre dann Belgien wieder das Schlachtfeld Europas ge-wesen?
Louis Philipp hatte die Truppen in Belgien einmarschierenlassen, er wollte sie aber nur zurückziehen, wenn ihm ein fürjeden Franzosen sichtbarer Erfolg, eine Entschädigung zuteilwerde, dem widersetzte sich jedoch England. Lord Greywollte sich nicht durch Drohungen zu irgend etwas bringenlassen. Palmerston schrieb: „Eine Sache ist sicher, daß dieFranzosen aus Belgien heraus müssen, oder es gibt einen all-gemeinen Krieg und das in wenigen Tagen 29 )." Es war dasVerdienst Periers, daß die Truppen das Land räumten. DieFrage der Schleifung der übergroßen Zahl von Festungen, dieBelgien hätte besetzen müssen, war noch nicht gelöst.
Die letzten Ereignisse hatten gezeigt, daß Belgien, welchesHolland sofort unterlegen war, unmöglich aus sich heraus einestarke Bastion gegen Frankreich sein könne. Die englischenStaatsmänner waren ernüchtert. Wäre der Beschluß über die
it; not that he has ever dropped the stightest hint of such a nation,but knowing him pretty accurately, I see it pretty clearly at thebottom of the well." B u 1 w e r 2, 105. H i 11 e b r a n d, der dieAkten eingesehen hat, bestreitet diese Nachgiebigkeit Bülows 1, 244.2B ) 17. August 1831. Bulwer 2, 97.
64