Casimir Perier, der in England sehr günstig beurteilt wurde,noch einmal angeklopft: Bouillon oder das zur Rheinpfalz ge-hörige Landau! Aber Palmerston gab zur Antwort: „Wennwir Frankreich einen Krautgarten oder einen Weinberg gebenwürden, so würden wir im Prinzip alle Vorteile der Lage ein-büßen und alles würde eine Frage: Mehr oder Wenigerwerden .... Man muß unerbittlich bleiben ")." Der Königselbst hat bei dem Botschafter Granville um die Abtretungvon Marienbourg und Philippeville angehalten, als ein Mittel,um die Kandidatur des Koburgers in Frankreich populärer zumachen 12 ). Der damalige Kriegsminister Marschall Soultaber wandte sich auf eigene Faust durch einen Mittelsmannan ein Mitglied des englischen Unterhauses, Frankreich sei füreinen Seekrieg mit England nicht gerüstet, man müsse Eng-land gewinnen und dafür biete Frankreich Antwerpen und Ost-ende. Hinter dem Rücken von Talleyrand und dem der Kon-ferenz wollte der Marschall so die Angliederung Belgiens anFrankreich erledigen "). Der französische General Lamarquewollte Freiwillige aufbieten (wenn Soult nur schweigend zu-stimme), um Limburg und das „größere Belgien" zu erobern ").Der englische Staatsmann bezeichnete mit Recht die HaltungFrankreichs als die Ursache, daß man in Belgien nicht zumAbschluß komme. Perier gab nach, er vertrat eine Friedens-politik.
") 25. März 1831. Bulwer 2, 59.
") Werthers Depesche vom 2. April. H i 11 e b r a n d a. a. 0.232.
") C r a v e n, Lord Palmerston sa correspondance intime. Paris1878 S. 38 (Palmerston an Granville 13. April 1831).
") Quyot, Talleyrand et l'independance beige in Revued'histoire moderne 3, 258.
56
hust