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Von der Neutralität Belgiens
Entstehung
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schrecken. Diese Situation machte Palmerston in vollsterSchärfe Talleyrand klar *) und seinem Blicke entging es nicht,daß eine sichere Niederlage besser erspart bleibe. Andersdachte der französische Vertreter in Brüssel, von seinemStandpunkte war die Kandidatur Nemours ein sicheres Mittel,die Kandidatur des Napoleoniden, des Herzogs von Leuchten-berg, zu beseitigen. Auf seinen Antrieb fand sich wirklich derKönig bereit, zwar nicht ja zu sagen, auch nicht mit dem Kopfzu nicken, nur im Auge lag wenn ich bildlich sprechen darfdas Ja °). Die französische Politik lehnt öffentlich Nemours ab,insgeheim ermuntert sie seine Kandidatur, öffentlich geht esmit den Großmächten, insgeheim mit den franzosenfreundlichenBelgiern. Am 1. Februar hatte der Londoner Kongreß denBeschluß gefaßt, daß in keinem Falle der Souverän des neuenStaates aus den Prinzen der Häuser der fünf Großmächte ge-nommen werden könne. Talleyrand hatte den Beschluß nurad referendum genommen. Das Ergebnis der Wahl desBrüsseler Nationalkongresses, die 3 Tage später stattfand,war die Wahl Nemours mit schwacher Mehrheit (3. Februar1831).

Eine solche Kunde mußte den Konferenzgesandten, die alsDank für die Neutralitätsbeschlüsse nur einen Protest gegenseine Bedingungen erhalten "hatten, wie ein Hohn vorkommen.Die Ostmächte standen nicht allein, alle englischen Ministerwaren einig, daß die Annahme der Wahl seitens des franzö-sischen Königs durch Krieg beantwortet werden müsse. Talley-

4 ) Es ist eine der schärfsten Verurteilungen der französischenExpansionsbestrebungen. Bulwer 2, 37f.

5 ) Vgl. L a n n o y a. a. 0. 170.

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