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Von der Neutralität Belgiens
Entstehung
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Widerstand bei Frankreich in jener Periode, als man eineTeilung Belgiens betrieb 2 ). Sebastiani sagte dem durchausfranzosenfreundlichen Belgier Alexandre Qendebien ins Ge-sicht:Wenn Sachsen-Koburg einen Fuß nach Belgien setzt,so werden wir mit Kanonen schießen" und er ließ sich durchdie ihm von Qendebien eröffnete Aussicht auf einen allgemeinenKrieg nicht abschrecken 3 ).

Die ganze Kandidatur war einen Augenblick verschwun-den, dafür trat die schon längst erörterte Persönlichkeit einesSohnes von Louis Philipp hervor, der Herzog von Nemours.Dieser Plan mochte dem väterlichen Herzen des Inhabers desfranzösischen Thrones wohl gefallen, wenn er aber genauerdie Dinge überlegte, so war es doch zweifellos, daß eine solcheKandidatur, die Belgien an Frankreich anlehnte, von den Ost-mächten abgelehnt werde und auch von England wider-sprochen würde. So leicht es sein mochte, bei den franzö-sisch gesinnten Belgiern dafür eine Mehrheit zu finden, bei denGroßmächten wäre ohne einen Krieg nicht zum Ziele zu kommenmöglich gewesen. Den König und den Marschall Sebastianimußte die Kriegsfurcht vor dem entscheidenden Schritte zurück-

2 ) Vorher hatte die Herzogin von Dino schon eine Vermittlungzwischen der Prinzessin Adelaide und dem Prinzen gemacht, über denTalleyrand mit Palmerston ebenfalls schon verhandelt hatten. DieseDinge spielten sich Mitte Dezember ab. B u f f i n hat diese erstenAnfänge der Kandidatur übergangen. Vgl. die Briefe in der Nouv.revue retrospective 4, 234 ff., 238. In den Tuilerien wurde aber dieAnsicht zunächst völlig fallen gelassen. Die englischen Verhand-lungen mit dem Koburger liegen schon vorher. Talleyrand,Memoires 3, 466 f.

3 ) L a n n o y a. a. O. S. 159.

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