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Von der Neutralität Belgiens
Entstehung
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Der österreichische Staat besaß zwar den Sprecher derPrinzipien der heiligen Allianz. Allein Metternich war durchdie italienische Revolution beschäftigt, ihm mißfiel der un-geschickte Oranier und so war dem schwarzgelben Kaiser-staate nur ein Ziel bei der französisch-belgischen Frage ge-blieben: der Schutz gegen Frankreich muß erhalten bleiben.Die Revolutionsluft lähmte am stärksten die Höfe, die für dievolle Reaktion einzutreten innerlich eine Pflicht verspürten:Wien und St. Petersburg.

Die Anregung einer Konferenz in London entsprach alsoder nur von Rußland nicht geteilten Absicht, durch mündlicheVerhandlungen eine Lösung der belgischen Frage zu suchen,wozu ein Waffenstillstand zwischen Belgien und Holland dienotwendige Voraussetzung war. Niemand wird leugnen, daßbis dahin Belgier und Franzosen Erfolge errungen hatten.Außer Frankreich hatte England sich den Belgiern günstig er-wiesen, aber Frankreich darf keine Fehler machen, muß seinunschuldiges Gesicht bewahren und darf keinen Appetitzeigen. Und die Belgier müssen früher oder später es lernen,daß in der großen Politik nicht der Wille einer kleinen Land-schaft gilt, sondern auch das Wohl der größeren Körper-schaften, das Interesse des allgemeinen Friedens, des Gleich-gewichtes, des öffentlichen Rechtes. Die Führer der Revolutionwaren Politiker der Advokatur, der Presse, der Gelehrsam-keit, sie mußten sich die Anschauungsweise der zünftigen

war zunächst wohl vorhanden. Die meisten älteren Männer ampreußischen Hofe hielten aber unter solchen Umständen das Zurück-halten für geboten, nur im Falle dringendster Not dürfe man demKampfe nicht ausweichen. Vgl. auch v. d. Osten-Sacken,Preußens Heer 2, 218 f.

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