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Von der Neutralität Belgiens
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der Erzählung aus zweitem Munde und nicht dem sofort nieder-geschriebenen schriftlichen Berichte 'des einen der beiden mit-einander Verhandelnden"). Der Bürgerkönig hat aber sicherzum russischen Gesandten gesagt:Wenn die Preußen in Bel-gien einrücken, so ist das der Krieg, denn wir werden es nichterlauben." Wie dem auch sein mag, es ist nie ein Zweifel inPreußen darüber vorhanden gewesen, daß der Einmarsch inBelgien einen Krieg mit Frankreich herbeiführen werde. Unddarüber kann nicht wohl ein Zweifel bestehen, daß die preußi-schen und die niederländischem Truppen eher kriegsbereitwaren, als die eben in Umformung befindliche französischeArmee, die gerade 'eine Revolution erlebt hatte. Der jungeMoltke schrieb damals:Kein Staat in Europa disponiert indiesem Augenblick über schlagfertige Armeen wie Preußen."Erst langsam konnte die sofort in Angriff genommene Ver-stärkung des französischen Heeres den Unterschied herab-mindern ").

") Eine erfreuliche Ausnahme machte der alte Herzog vonBroglie, der aus Mol6s Charakter die scharfe Szene bestritt. D u cde Broglie, Le dernier bienfait de la Monarchie o. J. (1901) 156.Die entscheidenden Zeugnisse bei H i 11 e b r a n d, Geschichte Frank-reichs von der Thronbesteigung Louis Philipps bis zum Falle Napo-leons III. 1, 144, Anm. 2.

") Qendebien, der die Frage nach Paris gerichtet hatte, obFrankreich einen preußischen Angriff zurückweisen werde, erhieltam 15. August 1830 durch einen Agenten der französischen Regierungdie Mitteilung: vu la Situation deplorable de l'armee francaise, müsseman ein Jahr lang jede Explosion vermeiden, die französische Regie-rung sei entschlossen, nicht einzugreifen, selbst wenn die Preußen inBelgien einrückten. J u s t e, Alexander Qendebien 7. Die preußischeArmee war ja auch nicht in bester Verfassung, aber ihr ÜbergewichtSchulte, Von der Neutralität Belgiens. 3

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