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Von der Neutralität Belgiens
Entstehung
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vorausgefühlt, er hinterließ seinen Nachfolgern eine Über-lieferung 6 )." Der Plan reiht sich den anderen Schöpfungendieses größten französischen Staatsmannes an, die unter For-men freier Bündnisse, scheinbar unbedeutender Rechte eineverhüllte, aber um so sicherer wirkende Abhängigkeit vonFrankreich erstrebten und erreichten.

Auch die Angebote, die Ludwig XIV. dem Könige Karl II.von England 1677 machte, bezweckten nur eine momentaneWirkung, sie sind ebensowenig wahre Neutralitätsverträge,wie die von 1733 und 1756, von denen bald zu reden sein wird.

Seitdem die Interessengemeinschaft der Niederländer undFranzosen, die gegen Spanien gerichtet war, erlosch, seit denletzten Tagen des 30jährigen Krieges erhob sich bei den Nieder-ländern die neue, nicht immer beibehaltene Auffassung, Bel-gien sei eine Barriere für das eigene Land und als solche zubeschützen. Die Fronten der belgischen Gebiete hatten bishernach Norden und Süden hin behütet werden müssen, jetztwendete sich in der Zeit der Eroberungen Ludwigs XIV.die Front Ausnahmen abgerechnet ausschließlich demSüden zu und Belgien wurde die Vormauer der Niederlande, dersich allmählich zusammenfindenden Seemächte und ihrer kon-tinentalen Bundesgenossenschaft. Österreich, das deutscheReich, Spanien und gelegentlich auch Savoyen bildeten diese.Im spanischen wie im österreichischen Besitze waren diebelgischen Provinzen von dem Mittelpunkte ihrer Oberherr-schaft zu weit entfernt, um in dringender Gefahr zureichendschnell militärisch unterstützt werden zu können. Hinter diesemkostbaren Gürtel von Festungen standen zu wenige landesherr-

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