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2 (1923)
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Monopolienstreit

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walt, der, wie kein anderer Jurist, in die Tatsachen, in die Grund-lagen des internationalen Handels einen Einblick hatte und sichnicht durch die Folgeerscheinungen, die die Gegner übertrieben,beirren ließ. Was er geschrieben, zeigt eine satte Kenntnis und einreifes, wenn auch nicht von Einseitigkeiten freies Urteil.

Man endete damit, die Angelegenheit dem Eeichsregimente zuweiterer Erörterung zu überweisen.

Der neue Eeichstag von Nürnberg (27. März 1522) war geneigt,die Gesellschaften ganz zu zertrennen. Noch war des Kaisers Mei-nung nicht klar, und das Reichsregiment richtete an Augsburg undauch wohl an andere Reichsstädte die Frage, wie sie über die Ge-sellschaften dächten, ob sie aufzuheben seien oder man ihnen eineGrenze des Kapitals setzen solle. Die Antwort brachten auf denzweiten Nürnberger Reichstag Dr. Peutinger und Dr. Rehlinger.Das werde die Monopole nicht beseitigen und nur den Fremdennützen, wie es ja auch zutage liegt. Auf Rehlinger geht auch wohldie Denkschrift vom 2. Dezember zurück, welche einen großenÜberblick über die Pflege des Handels in Europa darbietet. AberGrafen, Herren und Ritterschaft, die sich in Schweinfurt versammelthatten, reichten auch eine Denkschrift ein, und die war scharf. DasErgebnis des erbitterten Streites, in dem viele Städte den Reichs-zoll scharf bekämpft hatten, aber die Schäden der Monopolien zu-gegeben hatten, bedrohte die Gesellschaften mit einer sehr niederenBegrenzung ihres Kapitals.

Wie die Augsburger auf dem Städtetage zu Speier auftraten, wieeine Gesandtschaft an den Kaiser beschlossen wurde, in der Straßburg,Metz, Nürnberg und Augsburg vertreten waren, wie Dr. Rehlingerden Beschluß zu redigieren wußte, der das Wortmonopolium" nurim Sinne des römischen Rechtes anwandte, wie eine Gesandtschaftan den in Spanien weilenden Kaiser beschlossen wurde, wie sie durchVerehrungen die vier in deutschen Sachen tätigen Räte des Kaisersgewann, ist nicht gerade erbaulich zu lesen. Schließlich hatte derKaiser seine Stellung gewählt. Er ließ den Zoll fallen und stellte inAussicht, daß er den ehrbaren Kaufmannshandel nicht schmälern,noch ihm einigen Abbruch tun wolle. Insgeheim war noch mehr er-reicht. Hannart, dem die höchste Summe verehrt wurde, wurde vonKarl zum Reichsregiment und dem bevorstehenden Reichstage alsOrator geschickt, er sollte die Monopolienfrage neu prüfen, die gegendie Gesellschaften vorgenommenen Maßregeln seien ganz unleidlich.

Doch diese Manipulationen erregten bei der Mehrzahl der StädteUnmut, sie wollten ja nicht die Monopolien verteidigen, auch sichgegen die Beseitigung der großen Gesellschaften nicht setzen. DieserGegensatz führte auf dem Städtetag zu Speier (Juli 1524) zumBruche zwischen Augsburg und den anderen Städteboten.

Inzwischen hatte der Nürnberger Reichsabschied (18. April 1524)unter dem Eindrucke des Auftretens Hannarts die Angelegenheit

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