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Zehntes und elftes Buch
Ende der Gesellschaft. Ihre Bedeutung
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§ 121. 1525 Auflösung erwogen, bestand noch 1530. Langsamer Niedergang.Einschränkung der Gelieger. Verpaßte Gelegenheiten. Politische Lage erschwert.Für Hans Hinderofen kein Ersatz. Einwirkungen der Reformation und des Bauern-krieges. Feindschaft gegen die Handelsgesellschaften. Niedergang der Gesinnung.Die Organisation nicht mehr zeitgemäß. Mangel an genialen Naturen.
Schon Heyd hat die Vermutung ausgesprochen, daß die Auf-lösung der Gesellschaft um 1530 erfolgt sei. 1 Er dürfte richtig ge-sehen haben. In unseren Papieren ist für die Eechnung von 1525noch das Material für die Vorbereitung erhalten, es ist das letzte.Schon damals wurde überlegt, ob man die Gesellschaft nicht auf-lösen solle. Der Schwäbische Bund wandte sich damals an die vor-nehmsten Gesellschaften zu Augsburg und Nürnberg und auch anKonrad Humpis und seine Gesellschaft, damit sie ihm Geldmittelvorstreckten. Konrad aber antwortete, sie seien in ihrer Endrech-nung begriffen und es sei zweifelhaft, ob sie beieinander bleibenwürden. Viele ihrer Mitgesellen gehörten anderen Städten an undseien mit gemeinem Bunde nicht verwandt. 2
Daß aber die Gesellschaft damals noch nicht ihr Ende beschloß,folgt mit Sicherheit aus dem Bericht über die Warensendungen, dieim Februar bis Juni 1527 nach Frankfurt und Nürnberg gelangten.Die GeUeger zu Nürnberg, Antwerpen, Mailand, Genua und Wienstanden noch aufrecht. 3 Am 28. Januar des gleichen Jahres war mitHans Hinderofen der eigentliche Träger des Handels dahinge-schieden. 4 Hatte man Ersatz für ihn? Zwar treten zwei seiner Söhnedann noch stark hervor. Polai hat von Wangen aus bis 1546 nach-weisbar Handel getrieben, aber wohl für eigene Eechnung undGefahr; denn in dem Mandat des Herzogs Franz II. von Maüandvon 1530, das zugunsten der Welser, Furtenbach, Konrad Humpisund Genossen und anderer deutscher Kaufleute erlassen wurde,
1 S. 46. 2 Zeitschrift d. kistor. Vereins f. Schwaben 10 (1883), 37 und 54. Wiedie Gesellschaft, weigerten sich auch die Höchstetter, Eem, Manlich, Baum-gartner, Herwart, Bimel, Adler und Welser von Augsburg, die Imhof undWelser von Nürnberg. Darauf drohte der Bund, ihr Gut nicht mehr zu verleiten.3 3, 398 ff. " Oben 1, 53.