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2 (1923)
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Neuntes Buch. Waren. IV. Metalle und Metallwaren. § 118

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Unter deutschen Waren erscheinen in Genua Armbrustwinden,die in kleinen Fässern bezogen wurden. Das Stück hatte 30 ß Genuesergekostet, 1504: 125 Stück auf Lager, 1505: 73 und 1507: 7. 1 Ob Nürn-berger Arbeit?

Ketten. 1479 bestellte Saragossa in Mailand 24 Dutzend cadenas degalgo (Windhunde), die man auch schon früher geführt, bald warensie verbraucht. Auch 1505 in Stichgeschäft gekauft. 1505 6 Ballen nachValencia. 1480 kamen 21 Dutzend cadenas de ca von Mailand nachBarcelona, Jordi Luch bezog sie 1478 von Flandern. 2

Scheren. In den Zollrechnungen von Barcelona finden sich sehr ofttisores de retingot von 1427 an, eingeführt auch von Johann von Kölnund von Savoyarden, daneben auch solche von Tolosa. 1479 wurdenRatinger Scheren für Spanien bestellt. Sie erscheinen auch in KölnerQuellen, daher wohl retingot = Ratinger. 1478 gingen von Flandern2 Ballen Scheren aus Flandern nach Spanien. Einmal finden sich auchMailänder Scheren in Spanien. 3

Die Einfuhr von Messern (ganivets, auch gavinets, span. caüi-vete) nach Spanien war sehr erheblich, sie kamen größtenteils ausDeutschland, aus den rheinischen Bezirken und Nürnberg, aberauch von Mailand und Brüssel (?).

1475 ging für Valencia eine Bestellung nach Nürnberg auf 1000 große„techaf'-Messer (in Scheide) und 200 „techant" Frauenmesser. Dahin-gegen können die 1478 von Genua dorthin gehenden Lägel Messer auchvon Mailand sein, wahrscheinlicher aber von Nürnberg; im nächstenJahre geht eine Bestellung auf „meser d Bruseles" (also aus Brüssel)nach Flandern; es kamen aber auch Messer von Nürnberg.*

Nach Saragossa gingen 1478 1100 große und 1500 kleine Messer ausDeutschland, die großen kosteten das Tausend 15 fl rh., die kleinen 12 fl.Die Sendung hatte in Lyon einen Wert von 112 fl 5 ß current. 1479lautet die Bestellung nach Flandern auf 6 Dutzend Messer de Garoffa(2 Messer in einer Scheide mit schwarzen Heften), auf 4 (mit weißen)und 6 Dutzend, deren Scheiden „übergilvot" mit weißen Heften. 5 BeiGaroffa habe ich an Gräfrath bei Solingen gedacht, aber dieser Namewürde katalanisch kaum so umgestaltet worden sein. An das Holz desJohannesbrotbaums (arab. Kharnub, katal. garrofa, Meyer-Lübke 4680)zu denken, hat auch seine Schwierigkeiten.

1480 bestellte man in Frankfurt 1 / 2 Dutzend guter Schreibmesserlein. 6Andreas Sattler nahm 1480 von Brügge für sich ein paar Frauenmesserund 3 Schreibmesser heim. 7

Die Verbreitung der deutschen Markgewichte hatte in Spaniensehr wohl einen Sinn, denn die Kölner Mark galt als Gold und Silber-gewicht in Burgos, und König Juan II. verordnete, daß die Markals Silbergewicht in seinem ganzen Eeiche gelte. 8

Die Nürnberger Eechnung von 1479/80 gibt einen Bestand von7 Stück = 20 U an, dazu kaufte man von einem Lieferanten 276 Stück

1 3, 269. 293. 299. 314. 2 3, 117. 158. 286. 296. 3 3, 106. 108. 416. Kuske,Quellen, 2, 237. 4 3, 20. 22. 90. 108. 1S7. 231. Aus Nürnberg stammten wohlauch, die 3, 157 erwähnten Lägel mit Messern für Valencia. 5 3, 116. 208.6 3, 361. '3,433. 8 Menendez Pidal im Glossar zum Poema del Cid 5, 135.