Andere Metallwaren
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im Gewichte von 300», den Quintal um 15 fl 10 oder 15 ß. Es gabStücke von 8, 4, 2, 1 Mark und von 8 Lot. Sie wanderten zunächst nachEavensburg. 1
1479 waren Markgewichte in Nürnberg bestellt, im nächsten Jahrewurde die Bestellung auf 200 Stück um die Hälfte vermindert, da in-zwischen andere Leute viele gebracht hatten. Schon 1478 war eine Be-stellung ergangen, die Stücke von 4 und 8 Mark sollten die meisten sein.Markgewichte wurden nur von Valencia verlangt. 2
An Peter Lützenkirchen zu Köln gingen von Nürnberg einmal 3 Ge-wichte, zusammen 25 U, der Quintal zu 15 fl. 3
Eine Wage wurde einmal zum Preise von 2 fl nach Würzburg ab-gegeben. 4
Mailänder Nägel wurden von der Gesellschaft nach Spanien aus-geführt und zwar regelmäßig nach Valencia, aber auch Barcelonawollte einen Versuch machen, 5 ebenso machte Genua Bestellungen.
In 7 Ballen gingen 1476 1570 Mille allerlei Sorten im Werte von376 U Iß 4 $ nach Valencia, 1478 7 Ballen, 1479 8 -\- 4 Ballen. 6 Genuabestellte 50 Mille di uncia 30 in st. 50 di uncia 24, 30 Mille di uncia 18und 20 Mille Schuhmachernägel. 7 Es wurden wohl die Tausend nachUnzen gerechnet oder heißt in st. in stajo, dann wäre es ein Gewichts-maß. Einmal wird in Nürnberg ein Eaß Nägel bestellt, anscheinend, dochkeineswegs sicher für Spanien. 8
Von Nürnberg bezog der alte Jos Humpis für 12 U 9 ß „Schymnegelund Bret Nagel", also offenbar für einen Bau. 9
Stifte. In Barcelona begegnen zweimal textaria, das eine Mal 1426textaria stanyada — also verzinnt —, das andere Mal 2 bales textariade leuto, der Ballen 25 U Bare. wert. Häbler versteht darunter Dach-ziegel, wenn das auch nur der ursprüngliche Sinn sei, vielleicht seien esDeckel. Das zweite Mal kam die Ware sicher nicht aus Flandern. In derBechnung von 1469 finden sich für einen anderen Deutschen aus Flandernkommende 2000 tatxas de sabater, die also von einem Schuster ge-braucht wurden; tatxa ist in der Tat katalanisch der Stift.
In Deutschland herrschte lange die Meinung, daß die AachenerNadel Industrie erst nach 1500 und zwar von Spanien her einge-führt worden sei. Das ist ein Irrtum. Umgekehrt hat DeutschlandSpanien mit Nadeln versorgen helfen, während Mailand ebenfallsdahin lieferte. Mailand war die eigentliche Nadlerstadt. 10 Für Aachenglaubt die sehr sorgfältige Untersuchung von Koch schließen zumüssen, daß Aachen auch im 16. Jahrhundert noch keine nennens-werte Nähnadelindustrie besaß. 11 Bei der überaus schlechten Über-lieferung Aachens ist der Beweis nicht völlig zwingend. In Perpignanführte 1428 Johann von Köln 642 000 Nähnadeln de Jaques ein. 12Man wurde hier an Aachen denken können, da die sonstigen Warender Sendung alle von Köln oder Brügge gekommen zu sein scheinen.
1 3, 344. 356 ff. 2 3, 108. 189. 337. 359. 3 3, 339. 6 3, 339, 6 3, 143. 265.6 3, 21. 90. 106. 261. 7 3, 256. 8 3, 3. 9 3, 354. 10 Statuten der Arte del-l'agugia 1458. Gaddi947. u Zeitschr. d. Aachener Geschichtsvereins 41, 23.12 Schelling, S. 102.