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2 (1923)
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203
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Goldwaren. Waffen

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Mailand, wo es fast stets genannt wird, und von dort ging es nach Valencia,mehr nach Saragossa, nach Nürnberg, nach den Niederlanden, von woman es auch nach England brachte. 1

Es ist nun wohl zu beachten für den Wert des Kölner gesponnenenGoldes, daß in der Gesellschaft daran gedacht wurde, von dieser Waresogar in Genua für die Brokatfabrikation Absatz zu finden. Peter Lützen-kirchen sollte den Einkauf besorgen, auch von gesponnenem Silber. 2

1504 schuldete man einem Genueser „colschGold". Und nicht übersehendarf man auch, daß 1466 ein Pietro da Colonia maestro battiloro in Mai-land das Bürgerrecht erhielt. 3 Auch nach Venedig kam kolzgold. 4

Die Rechnung von 1500 bringt auch fein Silber zu 11 Unzen, 7 U dieUnze zu 64 ß, also wenig billiger als die Unze Gold zu 68 ß, was ich nichterklären kann. 5

Gold von Lucca erscheint 1467 in Barcelona als Einfuhr, die 253 t6kosteten nur 75 2# Barceloner, das war schwerlich echtes Gold. Und ebensokam Ulmer Gold und Silber durch die Gesellschaft nach Genua, wo es

1505 und 1507 nachzuweisen ist. Das Maß Gold kostete 5 fl, das Silber2V 2 A. Auch das ist wohl kaum reines Gold oder echtes Silber. 6

Dann erscheint auch 1507 „Rollgold" in Mailand. Man hatte in einemKistlein in einem ,,gropo" 200 Sonnensehilde. Danach verstand mandarunter Rollen von gezählten Goldmünzen, sie gingen während der Mai-länder Krise nach Genua. 7

Waffen. Die hervorragendste Stadt für die Fabrikation vonWaffen (nicht Feuerwaffen) war Mailand.

Dort kaufte Koler für Konrad Bader einen Krebs und einen Rückenfür 8 U 1 ß und 6 Eisenhüte für 8 U, für Palle Schindelin einen um 2 U16 ß 6 d. 8

Größer waren die Geschäfte in Nürnberg.

1479 bestellte die Stadt Ravensburg Büchsen von gleicher Fasson. Eswaren 12 Hakenbüchsen und 106 Handbüchsen im Gewicht von 12 Quin-tal 68 U, der Quintal zu 9V4 fl, sie wurden für 9 fl 12 ß gefaßt. 9 Die Nürn-berger Rechnung 1479/80 enthält eine Reihe von Angaben über Waffen-einkäufe für Private. Für Hans Krieg einen Krebs (13 ß 6 hl.), für NoffreHumpis deren 6 (je um 5 ß = 3 tf 12 ß dazu Trinkgeld), weiter 4 Krebse,für Bürgermeister Hans Humpis 3 Hakenbüchsen mit Modeln (15 fl12 ß 6 hl.), für Brun von Hertenstein 8 Haken-, 8 Handbüchsen und5 Mödel (39 fl 17 ß 5 hl.). Die Stadt Ravensburg erwarb 20 Haken-,

2 Schlangen-, 50 Handbüchsen, gefaßt, und 13 Mödel für 285 fl 8 ß 8 hl. 10

Zu diesen Feuerwaffen kaufte die Stadt Ravensburg auch gleichzeitig10 Quintal Blei und 1 U „insen" für 70 fl 12 ß 6 hl."

Hans Hillenson kaufte auf der Nördlinger Messe 1480 sich einen Eisen-"hut umöffi und einen um 60 ^. 1S

1 Valencia 3, 296. — Saragossa 3, 242 (Gewinn 19%). 281. 287. — Nürnberg3, 278. 377. 382. 386. 390. 395. 440. 446. — Niederlande 3, 278. 377. 382. 392.395. 437. 440f. 445f. — Frankfurt 3, 371. 377. 381 f. 386. 392. 440. * 3, 263.

3 Arch. stör, lombardo 19, 2, 997. * Stieda, Deutsch-ven. Handelsbeziehungen,110. Vgl. auch Schulte 1, 719. 5 3, 371. 6 3, 39. 293. 315. ' 3, 318. 321.8 3, 254. 9 3, 341. Dazu kamen weitere Kosten. Der Gesamtbetrag erreichte134 fl 15 ß 6 hl. 10 3, 350. 353. 356f. Vgl. auch 3, 360, danach hatte Humpissie für seine Bauern gekauft. Für Hans Hinderofen waren auch 6 Hand-büchsen, mit Modeln und Zündern bestellt, 3, 361. " 3, 353. 12 3, 362.