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2 (1923)
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192
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192 Neuntes Buch. Waren. III. Spezereien. Südfrüchte. 3. Kapitel. § 115. 116

ganze Ware auf 200 fl, verhielt sich zu dem des Pfeffers wie 100:176.Der Kurszettel notiert für „zyttwar" 7 ß, für den Pfeffer 12 ß 2 hl. 1

Galgant. Von der Galgantwurzel, die von zwei verschiedenenPflanzen aus China und Südasien kam, findet sich nur eine Privat-bestellung (2 Lot). 2

Auch von Zimol pöly finde ich nur eine Privatbestellung (7 2 8?).Ist das Staub von Zimt 1 ? 3

In Nürnberg lagerten 1504 5 Säcke Galläpfel. 4 Sie kamen vor allemaus Aleppo, 5 aber auch aus Apulien und wurden zur Bereitung der Tinte,aber auch in der Medizin verwandt.

Im Privatbesitze des Andreas Sattler begegnet einmal ein Papier mit,,hartz guomarum". 8 Es handelt sich wohl um Gummi arabicum,das von Ärzten freilich nicht häufig verwendet wurde. 7

§ 116. Die übrigen. Pomeranzen. Olivenöl. Beeren des Lorbeerbaumes. Käse. Triax.Spiga. Westfälischer Schinken. Salz. Fische: Thunfische, Stockfische, Bückinge,Lachs, Gangfische. Wein.

In diesem letzten Paragraphen folgt sich eine bunte Beihe vonWaren, von denen keine eine besondere Bedeutung für die Gesell-schaft hatte.

Der Pomeranzenbaum (Citrus Arancium) kam durch die Arabernach Spanien. Nach Baumgartner kaufte man in Genua viel Pomeranzenfür Deutschland. Nur selten erwähnt. Je eine Kiste geht von Genua,Como in zwei Jahren über die Alpen, dann wurden zu Genf für NoffreHumpis 100 torong (kat. toronja) für 6 Gr. gekauft. 8

An dem Handel mit Olivenöl beteiligte sich das Genueser Geliegerselten, nie in dem Sinne einer Ausfuhr über die Alpen, und doch war esnach Baumgartner ebensogut und besser, als das in Venedig gehandelteaus den Marken. Man schrieb vielmehr in die Biviera von Genua, kauftedort auf und verkaufte wieder, 1507 mit 13 °/o Gewinn, und dabei warennoch 7 iara in dem Schiffe zerbrochen, dann sanken die Preise. 1476kam auch von Genf nach Bern ein Faß Öl. 1477 wieder ein Hut, wog91 8? und hatte in Genf gekostet 7 fl 2 ß 6. 1502 erfolgte ein Auftrag, inGenf 2 ,,hot mit oell" zu kaufen. 9

Die Beeren des Lorbeerbaumes oribagae waren im Mittelalter inNordeuropa eine gesuchte Ware. 10 Da im Trientinischen und Brescia-nischen das c in g übergeht, so ist wohl Olwag hierher zu setzen. Die Ge-sellschaft bezog von Mailand für Heinrich Humpis 2 8?. 11

Käse wurde im Mittelalter besonders von Piacenza ausgeführt. 12 DieGesellschaft kaufte ihn nur für Gesellen, und von allen Bestellern dürfenwir wohl annehmen, daß sie ihn in Mailand oder Venedig liebgewonnenhatten: Jos Meyer, Budolf Muntprat, Noffre Humpis und Polai Schindeli.V a Käse kostete 4 8? 1 ß 6 ^ Mailänder, ein ganzer mit Zoll 5 8? 9 /? 9,einer von 29 8?: 6 8? 13 ß 5 ^ . 13 Käse aus den Niederlanden hatte einenLiebhaber in Hans Hinderofen. 14

1 3, 370. 2 Heyd 2, 592; 3, 337. 3 3, 337. 4 3, 389. 6 Flückiger,S. 239—246. Heyd 2, 593. Meder, Bl. 22f. «3,404. 7 Flück iger, S. 1—7.Wiesner 1, 102—107. 8 3, 25. 253. 280. 9 3, 25. 195. 214. 301. l0 Schulte 1,145.713. Auch beim Gruetbiere verwendet. " 3,19. 12 Vgl. Uzzano 26. Pasi 100.13 3, 254. w 3, 436.