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2 (1923)
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Spezereien

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Paradieskörner. Nous de Xarch. In Barcelona be-gegnen im Verkehr der Gesellschaft sechsmal in der Zeit von1426 bis 1433 eine Ware nous de Xarch. Der Preis betrug fürdas Pfund 5—7 ß Bare. Es handelt sich um eine Nuß, die Häblertrotz aller Bemühungen nicht erklären konnte. Nous nostadeserscheinen einmal, 1 Häbler erklärt sie für Muskatnüsse, damitstimmt aber der Preis nicht. In dem Mäklertarif von 1271 stehen die„nueces de exarch" zwischen brasil und cubebas und auch sonstunter Spezereien, 2 in dem Tarife der leuda von Tortosa von 1252ebenfalls unter den Spezereien neben der nou nocada (Muskatnuß) 3In den Aufzeichnungen Amalrics von Marseille unter Friedrich II.erscheinen als Ausfuhr von Marseille nach Sizilien und Neapel undGenua bOU nuces eiscartae, die Schaube für geschälte Nüsse ausder Provence erklärt. 4 Inzwischen hat aber Dorveaux die richtigeDeutung geboten. 6 Das Wort ist arabisch-spanisch. El Ghafikyund Edrisi nennen sie djour (= Nuß) es-cherc. Die Deutung dieseszweiten Namenteües mag auf sich beruhen. Entscheidend ist, daßSimon Januensis, Clavis sanationis (Venedig 1486) die nous dexarch mit Melegata erklärt und ebenso Matthäus Silvaticus, Liberpandeetarum medicinae mit Grana paradisi. Es handelt sich alsoum Paradieskörner, Grana paradisi, die Samen von AmomumMelegueta. Die Pflanze gedeiht an der Westküste Afrikas von derSierra Leoneküste bis zum Congo. Von Spanien aus wurde dieseWare nach dem Norden verbracht. Wir können also die Nach-richten über die Paradieskörner hier anfügen.

Die Mötteli kauften sie und veräußerten sie in Genf; die Gesellschaftsuchte zu erfahren, an wen, überlegte sich also das Geschäft. Ein Säckleinmit „Mellane same", das an die Herren nach Eavensburg ging, ist viel-leicht als Meleguetasamen aufzufassen, er kam aber aus Valencia. Oderist es Melonensamen? 1478 eine Privatbestellung von Paradieskörnern inPrankfurt. 6

Mastix, das Harz von Pistacia Lentiscus, wurde kaum außerhalbder Insel Chios gewonnen, und diese unterstand lange Zeit dem GenueserGeschlechte der Giustiniani. Dieses im Oriente beliebte Kaumittel kamimmer nur in kleinen Mengen (75 U Nürnb.) als Eäuchermittel in dasAbendland. 7 Die Gesellschaft brachte etwas auf die Frankfurter Herbst-messe 1500, man sollte ihn, wenn er keinen Gewinn geben wolle, ent-weder nach den Niederlanden senden oder hegen lassen. Der Kurszetteldieser Messe notiert 12 ß. Das ergäbe für die Gesellschaft einen sehrkleinen Gewinn. 8

Zedoarwurzel. Das aus der Gegend von Madras kommende EhizomaZedoariae, in Frankreich im Mittelalter citoal genannt, kam und kommtaus der Gegend von Madras. 9 Darunter ist wohl die Bezeichnung Sid ver-borgen. Von ihm wurden von Genua 1500 4 Säcke zu je 260 U nach Frankfurtauf die Herbstmesse gesendet. Der Preis stellte sich bis Frankfurt für die

JUSUuH. 1 Capmany2, 2. 73. Vgl.l, 2. 73f. 2 Ebenda 2,1. 20. 3 Schaube,S. 501f. 604. B Eomania 43, 241ff. • 3, 6. 233. 337. 7 Vgl.Heyd 2, 616fi.Flüokiger 107. 8 3, 372. 375. 377. 9 Flückiger, S. 341.

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