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Verschiedenerlei Lebensmittel
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Triax. Andreas Sattler bezog von Mailand ein Päßlein mit Triax,es kostete 12 U 11 ß 6 $ Mailänder. 1 Vielleicht ist an Theriac (katal.triaga), opiumreiche Latwerge zu denken, die gerade am Ende desMittelalters öfter erwähnt werden. 2
Spiga erscheint in Genua unter den aus Deutschland stammendenWaren. 1505 hatte man auf Lager 10 Ballen, 1507 9 im Werte von251 W, die man verkaufte. Die 10 Ballen Spiga wollten 1507 in Genuanicht vonstatten gehen, weil man nicht in die Berberei handelte. 1 Ballenging 1476 von Avignon nach Lyon. 3
Handelt es sich um das Rhizom von Valeriana celtica, Speck, dasunter dem Namen Spica celtica nach Indien versandt wurde und ausden südlichen und östlichen Alpen (Steiermark) in den Handel kam? 4Im Genueser Zolltarif von 1428 findet sich neben spigo nardo die spigacerticha nach Zentnern berechnet. Ich glaube, daß es sich um diesespiga celtica handelt. Bei dem Versand von Avignon ist aber wohleher an Lavendel, Spikanarde (Lavandula vera und L. Spica) zu denken,die gerade an der Mittelmeerküste Frankreichs ausgezeichnet gedeihen. 5
Westfälischer Schinken. Der Feinschmecker Noffre Humpis legte
1478 zu Frankfurt 1 fl in „westfaelusc hama" an. Auch Wilhelm Geld-rich bestellte 1503 auf der Frankfurter Messe „2 waesch hama", die gutseien. 8 Es sind wohl die ältesten Zeugnisse für den Buhm und die weiteVerbreitung des geräucherten Schinkens aus Westfalen in Süddeutsch-land. 7 Ihnen widmete 1474 der Franzose Henri Estienne ein hohes Lob,ihrer, die in Frankreich fälschlich nach Mainz benannt würden, seienso viele auf den Messen vorhanden, daß, wenn andere Lebensmittelfehlten, die Stadt mehrere Monate davon leben könne. 8
Schmer, das ist das Beste von Schweinefett, überlegte man 1474nach Genf und Lyon zu senden. 1477 war in Nürnberg die Ware reich-lich angeboten. Davon zu kaufen war der Wunsch Hans Hillensons.
1479 wurde zu wenig günstigen Preisen in Lyon verkauft. 9
Salz. Nach einer Stelle eines Berichtes aus der französischen Zeitvon Mailand (1505) könnte man schließen, daß in der Zeit der Sforzadie Gesellschaft auch an dem Salzhandel beteiligt war. Doch das istnicht sicher, in der salzarmen Lombardei stand die Salzadministrationdurchaus unter herzoglicher Gewalt. Deutsches Salz erscheint einmal inMünchen in Beziehungen zur Gesellschaft. 10
Fische. Von Mailand kamen für die Gesellschaft für drei ihrer Ge-sellen je ein Fäßlein mit tony (aufzulösen tonny?). Das wären Thun-fische (Thunnus tynnus), jedes Fäßlein wog 27 W. Sie müßten dannwohl in einem Hafen erstanden sein. Das Fäßlein, das Ottmar Schläpferbezog, kam von Genua. 11 Diese hochgeschätzten Fische sind leicht ver-derblich und werden dann sehr giftig. Die Thunfische müssen also wohleingemacht gewesen sein. —1480 wurden den Herren in Frankfurt oderNürnberg für 5 fl Stockfische gekauft. 12 — Bückinge. 1478 wurden300 Stück zu Genf oder Lyon für 3 V Savoyer gekauft, ein riesiger Preis.
1 3, 254. 2 Plüekiger, S. 173. Dragendorff, S. 73. 3 3, 228. 293. 299.314.318. 4 Flückiger, S. 433. Wiesner 2, 494. 5 Wiesner 2, 666. "3,339.384, 7 Nach Martial Epigr. 13, 54, kamen sie schon in das kaiserliche Eom.
8 Pariser Neudruck von 1875, S. 52. Vgl. Tucher, Haushaltungsbuch, S. 44.
9 3, 13. 129. 330. 10 3, 286. 364. u 3, 18. 254.
Schulte, Gesch. d. Ravensburger Handelsges. II. 13
12 3, 353. 356.