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2 (1923)
Entstehung
Seite
180
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180 Neuntes Buch. Waren. III. Spezereien. Südfrüchte. 2. Kapitel. § 113. 114

zwischen 63 fl 3 ß und 70 fl 3 3 / 4 ß für die 18 verkauften Kisten Zuckerfein und zwischen 60 fl 11V 4 ß und 69 fl für 15 verkaufte Kisten Mastus.Für rund 167 U Zucker Kandit löste man 100 fl 9 ß 8 den. Es bliebenübrig HV2 Kisten Zucker fein, 3 1 / 2 K. Mast, und 1 Kiste Zucker Kandi.Die Befürchtungen der Eavensburger schienen eingetroffen zu sein. Vorder Allerheiligenmesse waren die Schiffungen, vor allem aus der Berberei,gekommen, alle Winkel mit Zucker gefüllt. 1

Für Genua hielt man noch 1478 den Zucker für eine geeignete Ware.Er wird auch später öfter erwähnt, namentlich ging er nach Mailandweiter und die Versorgung war noch ziemlich regelmäßig. 2

Für Genua und Mailand finden wir eine Beihe von Gewinnangaben.1505 ertrug Zucker fein in Mailand 11% und d lamadores (mastus?)ebenfalls 11%, im Herbste Zucker fein 14%, 1507 in Genua nur 6%,aber da seien Unkosten von Seide darauf gerechnet worden. Man wünschtezu Mailand, auf allen Passagen 10 in 12 Kisten zu erhalten, in Genuawar man 1507, da die Konkurrenten keinen hatten, sehr hoffnungsreich.Aber es handelte sich nie um große Beträge. Einst hatte man vonBavensburg aus geschrieben: Allweg müssen wir Zucker haben, man ver-liere oder gewinne daran, allmählich war das Zuckergeschäft vergangen. 3

Auch die neue Gesellschaft hatte sich auf dieses Geschäft geworfen,wie die Mötteli. Diesen hatte eine Zeit es gar wohl getan, gutes Gutzu kaufen. Von den Ankenreute wurde vor allem Genua mit Zuckerversorgt, die ihn gegen bar in Valencia einkauften und in Genua allwegguten Kauf gaben. 4

Das Zuckergeschäft von Valencia ist später ganz eingegangen, ja,wie in Sizilien, selbst der Zuckeranbau fast völlig verschwunden.In heutiger Zeit zieht der Pflanzer Spaniens nur noch an der Meeres-küste des alten Königreichs Granada zwischen Adra und Marbella ineinzelnen Vegen das Zuckerrohr, in der Huerta von Valencia ist dieseKultur fast verschwunden; die letzten Beste bei Gandia und in denDörfern Benirredra und Benipeix sind auch wohl am Verschwinden.Nur noch im Angesichte von Afrika wird der Anbau noch geübt. 5

Melasse, Syrup, der bei dem unvollkommenen Auspressen desZuckerrohres einen hohen Betrag erreichte, finde ich in Valenciaauch in den Tagen des Zuckerhausbetriebes selten erwähnt. Flandernbestellte 1478 20—30 Karratel Syrup. 12 Fäßlein gingen 1479 nachFlandern, 30 weitere rüstete man für sie zu, 23 wurden dann ver-schifft. Bald hielt man es für das beste, ihr müßig zu gehen. 6

1 3, 173. 178f. 2 3, 84. 102. 182. 184. 188f. 220. 270. 273. 275. 284. 290.294. 296. 3 3, 59. 145. 275. 284. 287. 290. 296. 302. 310. * 3, 302.

5 Über die jetzige Verbreitung vor allem Mitteilungen von Professor Dr. Quellein Bonn. Die 30 spanischen Rohrzuckerfabriken liegen alle zwischen den ge-nannten Küstenorten (Mapa de las fäbricas de azücar de Espana, Magdeburgo1903). Gandia und die beiden Dörfer noch bezeugt von Christ. Aug. Fischer,Gemälde von Valencia (1803) 1, 140. Daß der Zucker aus der Huerta von Va-lencia verschwunden ist, bezeugt J. Brunhes, L'irrigation dans la PeninsuleIberique et dans le Nord de l'Afrique, Paris 1904, S. 65, Anm. 2. Danach istWillkomm, S. 89, zu berichtigen, der vom Anbau in den valencianischenNiederungen und im Seguratale redet. 6 3, 100 f. 185. 409. 431.