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2 (1923)
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Samt. Satin

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träglich noch 4 Stück (2 schwarze,. 2 rot, zusammen 96 Ellen), dochist der Preis nicht angegeben. 1 Es handelt sich da um Ausführungvon Lieferungen. Man hatte Lionardo Taigola auf Samt die Ellezu 6 U 1466 U vorgeschossen, also mindestens 243 Ellen bestelltund ebenso bei Ambrogio de Fagin zum gleichen Preise mindestens226 Ellen. 2

Über Karmoisin Sammet, also mit Grana gefärbten, sagtBaumgartner unter Genua kurz: Der Karmesin Sammet dopli 4in 4% Mark und mehr, danach die Seide und Farbe teuer wird.

In Maüand hatte man 1500 3 Stück Kremesin gekauft, zusammen153 Ellen, diese kostete 11 t6, die 3 Stücke kosteten zusammen1683 M, auf der Frankfurter Herbstmesse wurden sie feilgeboten. 3Auch auf der Fastenmesse 1503 führte man sie, verkaufte sie abermit großem Verluste. 4 1504 hatte man wieder Lust, KremesinSamte zu kaufen 5 und 1505 erwarb man ein Stück KremesinAtlas für die Chorherren von Konstanz. 6 Ein sehr schlechtes Stückhatte Saragossa 1506 auf Lager. 7

Die Gesellen, namentlich die reichsten unter ihnen, wollten auchdiese Luxusstoffe nicht entbehren. Ulrich Muntprat an St. Pauls-gassen erhielt 9 Ellen gemustert Sammet Cremexin die Elle für9% U. Noffre Humpis 1 Elle braunen glatten Samt um 8 t6 und2 Ellen schwarzen Samt, die Elle um 6 Vi 12 ß 6 ^. Veit Sürgerhielt in einem Kistlein Seidengewand und Hosentuch für 436 fi11 ß 6,5), Noffre Humpis dann wieder eine Elle prima Samt,endlich Hans Humpis Altas und Hosentuch für 25 U 8 ß 9 ^. 8

§ 105. Satin. Damast aus Lucca, Genua und Mailand. Brokat. Goldborten vonMailand. Gestickte Kreuze für Meßgewänder. Seide aus Valencia, von Almeria,Messina.

Satin ist ein seidenes Gewebe mit glänzender Oberfläche, wie derAtlas, dessen alter chinesischer Name Zeitunijj an ihm haften blieb.Es handelt sich im folgenden also vielleicht auch noch um Atlasund zwar aus Brügge.

Von brüggeschem Satin hatte man 1504 in Genua 12 Stück aufLager, jedes 8 U Gen. wert, 1505 4 Stück. 9 In Antwerpen war 1511für Wien „Sattyn" bestellt. 10 Die Gesellen in Genua hatten einenGeschäftsfreund, der sie bis Sizilien vertrieb. Für den bestellten sie2 Dutzend das Stück 12—16 ß (Flamsch) alle schwarz. Auch für sichbestellten sie. 11 In Flandern wurde einem Fürsprech ein „zetoni"Wams (1% 2 ß 6 ^ wert) geschenkt, wie in Wien einem ungarischenGrafen bei einem Prozeß ein Seidenwams zugedacht wurde. 12

Es handelt sich wohl um Seidensatin, denn Brüggescher undDoor-niker Satin steht unter Seidenwaren. 13 Damit stimmt es, daß in

1 3, 323. 2 3, 320. 3 3, 372. 4 3, 382. 386. 6 3, 276. s 3, 282. ' 3, 244.s 3,245.267. »3,269.293. 10 3,453. " 3, 300. 444. «3,431.451. 13 van Dillen,a. a. 0., S. 161.

Schulte, Gesch. d. Ravensburger Handelsges. II. 9

Jm