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Neuntes Buch. Waren. I.Webwaren. 5. Kapitel. §104.105
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27 und 36/? 6 £). Genueser 48 Tuche kosteten 29/? 6,3) und weniger,21 darüber, die übrigen sind nicht nachzuweisen. Die farbigen nehmenim Preise die oberste Stelle ein. Von 5 Stücken kennen wir nichtdie Länge, die übrigen umfaßten 6315 palma = 2217 NürnbergerEllen. Nimmt man die Durchschnittslänge von 28% Elle auch fürdie 5 Stücke an, so ergibt sich eine Gesamtlänge von 2358 Ellenvon Nürnberg. 1
Wenn das Wiener Gelieger von Ankauf von Seidengewand redet,so ist nicht sicher zu sagen, ob es sich um Samt und gar um Ge-nueser Samt handelt. 2
Wie dies Sterben die Werkleute von Genua vertrieb, so nahmdie Politik mitunter den Genuesen'die Gelegenheit, auf dem Marktezu erscheinen.
Ein Teü der Samte wurde, wie gesagt, auf Bestellung gemacht,in der einen Eechnung von 1507 finden sich 5 "Vorschüsse über2515 U, in der anderen 4 über 1563 U . 3 Manche Aufträge führte dieGesellschaft für ihre Mitglieder aus. 4
Florentiner Samt findet sich nur einmal. Für Frick Humpiswurden 1474 17 Ellen schwarzer zu Florenz bestellt. 5
Mailänder Samte tauchen in den Papieren der Gesellschaftzuerst 1497 auf. Vorher finden sich nur einzelne Privatkäufe. 6Von der Frankfurter Messe hatte 1497 man einige Stücke nach Nürn-berg gesendet und man bat weiter um 3 gute und lange schwarzeStücke, um 2—3 rote und um 2 braune, man solle aber für dieElle nicht mehr als 2y 2 fl anlegen, das war nach dem damaligenKurse 8 U 5 ß Mailänder. 7
1500 führte man der Frankfurter Herbstmesse 8 Stück zu (2schwarz, 3 rot und je 1 gelb, braun und tannett). Die Elle hatte 6 t6gekostet, bei 264 Ellen betrug der Preis aller 8 Stücke 1584 U?Auf der Frankfurter Herbstmesse 1503 hatte man an diesen Stoffengroßen Verlust, und Gabriel Geßler meinte, man müsse der Waremüßig gehen, man käme denn zu minderem Gelde dazu, was inMailand nicht sein wolle. 9
In den nächsten Jahren hob sich die Nachfrage sehr erheblich.Was man kaufte, ging in Mailand sofort wieder von der Hand, 10 inFrankfurt aber waren sie unverkäuflich. 11 1507 erwarben die Ge-sellen in Mailand 1 schwarzes Stück von 14y 2 Ellen, die Elle zu 5 U16 ß, ein zweites von 32y 2 Ellen zu6fö und ein rotes von 12 Ellenzu 6&. 12 Der Geschäftsfreund Brando de Saronno schickte nach-
1 3, 398—400. 2 3, 453. 3 3, 297 f. 312. 4 Konrad Muntprat im Steinbockwollte gern einen guten schwarzen Samtrock oder zwei, 3, 238. Konrad Humpiskaufte schwarzen Samt, ein Stück von 94 Palmen zu je 28 ß, und einen schwarzgemüsierten mit gelbem Boden 46 Bratza (also von Mailand) zu je 6& = 276&,3, 372. 6 3, 8. " Für Noffre Humpis 1 Elle prima für 8», 2 Ellen schwarz= 13 U 5ß, für seine Hausfrau 1 Elle braun glatt = 8 », 3, 254. 267. 7 3, 368.8 3, 371. Es ist nicht ganz sicher, ob hier nicht Genueser Währung gemeint ist.8 3, 386. 10 3, 278. n 3, 289. 12 3, 321 ff. Vgl. 52, 14.
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