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Neuntem Buch. Waren. I. Webwaren. 5. Kapitel. § 105
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Saragossa unter Seidengewand aufgeführt wird: sety blanko (dereodo zu 35 ß) und sety carmesig (der codo zu 50 ß). 1
Damast ist ein einfarbiges, sehr festes Seidengewebe mit glattemoder geköpertem Grunde, in welchen man Blumen oder Figureneinwebte. Der wechselnde Lichteffekt gibt ihm den Eeiz.
Von Genua sagt Baumgartner: Damast heißt man zu GenuaKamoka, macht man auch zweierlei, breit und schmal, die schmalensind gewöhnlich dicker am Griffe und besser denn die breiten undman gibt ihn fast in einem Gelde oder die schmalen etwas teurer.Gut schwarz gibt gewöhnlich die Palm 18 in 20 ß. Ein einziges Mal(3527) führte die Gesellschaft Damaste von Lucca, dem alten Sitzehoher Seidenkunst, ein, 21 Stück (davon 10 schwarz, 4 rot, 3 tannet,je 1 braun, grau, weiß, gelb). Die Stücke wurden nicht nach derElle (brazo) bezahlt, sondern nach dem Gewichte, das Pfund derschwarzen kostete 3y 5 Dukaten, die ganze Kiste 687 Dukaten 13 ß4 ,3), dazu kamen die Unkosten und Verpackung mit 23 Dukaten10 ß 4 ,3), so daß bis Genua sich der Gesamtpreis auf 711 Dukaten3 ß 8 $ stellte. 2
Die Genueser Damaste wurden, obwohl büliger, A r on der Gesell-schaft weniger gekauft als Samte. Man machte schmale und breite,diese aber kamen, obwohl Endres Strel sie gern (um 16 ß und 16 ß 6die palma) kaufte und sich rühmte, er wolle davon 50 Stück schwarzverkaufen, ab. 3 Und ein anderer Konkurrent Münzer kaufte 1507in der politischen Krisis alles zu hohen Preisen (20/? statt 18) auf,so daß die Gesellschaft nur 3 breite Stücke, diese aber bülig, er-werben konnte. 4
Auf die Frankfurter Herbstmesse 1500 brachte die Gesellschaft
13 Stücke von ungleicher Länge zu 15 ß bis 18 ß 6 die Palma imWerte von 946 U 3 ß 8 ,Sj, sie verkauften davon 4 und bestellten6 Stück schwarz mit großen Blumen, die Palm nicht über 15 /?. ä
1503 hatte man 2 Stück, aber man verschliß auf der Messe so vielegute Stücke von Lucca, Bologna und Florenz, daß sie um keineneue schrieben, um das Geld nicht zu verstecken. 1507 begegnetein Stück alla Lucchesa in Nürnberg. 6 Von Antwerpen erhaltenwir 1503 unwillige Äußerungen über die schändlichen Damaste!
1504 behielt man 4 Stück in Antwerpen, 1 in Köln übrig. 7 1507hatte man 3 schlechte Stücke mit Nutzen verkauft und bestellte
14 in 8 Farben. Die meisten Damaste waren schwarz. 8 Was mannicht in Frankfurt verkaufte, ordnete man einen Teil nach Flandern,sonst nach Nürnberg. 9 Privatkäufe finden sich nur einmal in Genua. 10
Mailänder Damaste tauchen erst 1500 auf. 11 Damals kaufte manein Stück roten Damastes von 84y 2 Ellen zu 70 ß Maüänder die Elleund sandte es auf die Frankfurter Herbstmesse, 12 blieb es unver-
1 3, 242. 2 3, 398. "3,306. "3,316. 5 3, 371 f. 377. «3,386.395. '3,434.437. a 3, 439. 445. ' 3, 374. I0 Hans Kriegle 12 Palm schwarzen Damast,3, 399. n Vorher 1480 Privatkäufe, 3, 267. ,ä 3, 371. 374.
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