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2 (1923)
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127
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Samt. Seidengewand

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Die Genueser Konkurrenten führten gute Ware, da hatte LorenzoEaisio einen „Ausbund von guten Sammeten", wie sie ihn nie ge-sehen hatten, die sein Bruder selbst machte, dabei gewann derGenuese 200 fl an der Kiste. Man solle ihnen auch solche Wareschicken und nicht allezeit solche schlinzig Ding, damit wolltensie ihre Zehrung wohl gewinnen. 1 Auch in Frankfurt war man übelzufrieden, da entdeckte man beim Nachmessen, daß zwei halbeStücke aneinander genäht waren und einzelne Käufer gingen vor-über, weü an den Stücken keine grünen Listen waren (Schmutzränder).Da pries man die Kunst des Einkaufens, die Stephan Fischer und derMünzer bewährten. 2

öfters wird Samt als Seidenge^and bezeichnet. 3 1507 hatte Genuain der alten Eechnung 3 Kisten gesendet, in der neuen 3, man wolltemit der Gossembrotschen Seide noch 2 zuwege bringen. Im ganzenhatten die Deutschen für die Frankfurter Ostermesse gekauft:Münzer 4 Kisten, Eotmund 2, Endres Strel 2, Kapitel 2, Fetter 1.Die Gesellen hatten dem Strehl beim Kaufen geholfen. Münzerkam alle Monat einmal mit 200—300 Dukaten dorthin und legtedie an. Da werde einer, der stets im Gelieger liege, zu besserer Warekommen, als einer, der so eilt und dann wegreitet. 4 Später heißt es,sie hätten 7 Kisten gesendet, sie trauten sich wohl noch zu 2 Kistenzu kommen, aber wie sie bei der politischen Unsicherheit fortbringen?Es waren auch 6 sehr feine Stücke dabei, die palma zu 37 ß, von derSorte, die Baygo führte. 5 Auf jener Messe und in Nürnberg rechneteman mit gutem Kaufe, da die Genuesen selbst nicht kämen, derangeführte Samt der alleinige sei, in Lyon nichts vorhandenund die Preise in Genua aufschlügen, weil keine Weber vorhanden.An farbigen Samt hatte man 10 Stück rot doppel Samt di granain Auftrag gegeben und dazu 600 U Valencianer Seide gestellt,wie es Münzer machte. 34 ß solle die Palma kosten. 6 Die Gesellenin Flandern waren der Meinung, sie müßten in Antwerpen besondersin den Messen stets mit Seidengewand gerüstet sein, man werdees nicht übel damit schaffen. 7

1507 verkaufte man in Frankfurt 8 schlechte Stücke, die Palmazu 2 fl 3 ß bis 2 fl 9 ß, weiter hielt man zurück, man hatte noch19 Stück, aber die beliebtesten Sorten: rot, braun, grün, blau, licht-rot auf rotem Boden, gemüsiert Samt schwarz mit gelbem Bodenwaren nicht darunter. 8

Im Jahre 1527 gingen sehr erhebliche Quantitäten von Genuanach Nürnberg und auf die Frankfurter Messen. Es waren 6 Kistenmit 87 Stück, davon waren 79 von schwarzer, 4 von roter und 4 vonanderen Farben, sie kosteten insgesamt de primo 10140 U Genueser= 4056 fl in Gold. Die Preise schwanken für die palma zwischen

1 3,444 f. 2 3, 297. 315 f. 386. 3 1505 noch eine Kiste gekauft, 2 lagern in Mailand,3,280. 4 3, 305 f. 315. 6 3, 315 f. Es kamen in 8 Kisten durch Mailand 22 Stück,davon kosteten 14 2332 U Genueser, 3, 323. 6 3, 315 f. 7 3, 439. 8 3, 392.

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