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2 (1923)
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Neuntes Buch. Waren. I. Webwaren. 5. Kapitel. § 104

der Gesamtpreis ohne die Transportkosten belief sich, auf 7224 U4 ß 4 ,3) Genueser, danach kostete die Palm 32,3 ß im Durchschnitte,die Preise lagen zwischen 26 und 37 ß. Die Stücke selbst warenganz ungleich groß. 1

Die Samte gingen meist nach Prankfurt auf die Messe, mit-unter auch direkt nach Antwerpen oder Nürnberg. 2 Namentlichin Flandern fanden sie die Konkurrenz von Genuesen. 1497 hattedie Gesellschaft auf der Frankfurter Messe sehr schlechte Stücke,Haushüter, die man von der Hand schob, aber man bestellte dochwieder 30 gute schwarze, 8 rote, 3—4 braune. Von gemösiertemSamte wollte man nur roten, mit anderen Sorten hatte man langefestgesessen. 3 Auf der Herbstmesse von 1500 verkaufte die Gesell-schaft 22 Stück, der Rest ging nach Antwerpen und Flandern. Dochhatte man Mühe, gegen deutsche Konkurrenten sich zu behaupten. 41503 rechnete man für Frankfurt guten Gewinn, da in Genua esan Seide fehlte und ein Abschlag daher dort nicht eintreten werde. 5Aber 1504 hatte man in Nürnberg noch bedeutende Reste. 6 1507verkaufte man in Frankfurt 18 schlechte Stück und sandte 52 indie Niederlande. 7 Sehr behebt war rot mit rotem Boden, auch andereFarben.

Flandern stellte stets hohe Ansprüche, nur „kremesin, gemüsiertund schwarz" dient für her. 8 Auf dem Bamasmarkt 1504 verkaufteman 18 Stück schwarzen Dobelsamt für rund 296 Zt>, 1 von Farbenfür 15^ 4/? 63) und 1 gemüsiert für 16 U 2/? 9,3) und behielt 17(darunter 6 schwarze), 3 gemüsierte (2 grün, 1 rot) sowie 1 Stückpizolant übrig, außerdem in Köm 3 Stück. 9 Man war aber mit derWare ebensowenig zufrieden wie in Ravensburg. Dagegen wehrtensich die in Genua, sie hätten so gut eingekauft wie andere. Wegender Wirren könne man neue Ware nicht schicken. 10 1507 ging dasGeschäft.gut, man hatte in Antwerpen 7, in Köln 6 Stück, zusammen333 Ellen, durchschnittlich im Werte von 10 ß 6 3), man erlöste inKola 11 ß 4 Sr\. Man wünschte vor allem rot dunkel. 11 Man war abermit dem Einkauf von 4 Kisten in Genua nicht einverstanden, dieschwarzen kosteten 34—35 ß, die von Farben 39—40, da könntensie selbst besser in Antwerpen einkaufen. 12 Es lagen vier Monatespäter noch 55 Stück da (44 schwarz), meist schlechte Dinge, siekosteten nach Antwerpen mit allen Unkosten 784 U 4 ß 2,5) flämisch.Man verkaufte davon 18 schwarze a 10 ß 10 3) — 11 ß, 3 farbigezu 12/? 83), wobei man ehrbarlich bestand. So bestellte man für dennächsten Bamasmarkt noch 100 Stück guten Samt und gabwegen der Farben genaue Anweisungen. Aber solche Gewinne wiedie Genueser könne man nicht machen, deren Samte man pries.

1 3, 381. 2 Einige kamen von Nürnberg nach Eavensburg zurück, 3, 40.3 3, 367 f. 4 3, 370f. 6 3, 382. 6 3, 389 f. ' 3, 392. 8 3, 434 8 3, 437.10 3, 273 f. n 3, 438 f. Ein Stück brauner Samt war zu 70 rh. fl. gewertet,3, 440. 12 3, 443.