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Taffet. Atlas. Samt von Genua
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Genua satin rexov, die besten, die man da macht, sind zu 10 fili(Fäden), gibt man gewöhnlich gut schwarz zu 22 in 25 ß die Palma.Man macht sie auch geringer, sind von 5 fili, gibt man die Palmgut schwarz zu 15 in 20 ß.
Zu den vornehmsten Seidenzeugen rechnen die Samte (sciamito).Der Stoff wurde und wird mit einer doppelten Kette gebildet; dieGrundkette ergibt mit dem Einschlage zusammen den Boden, dieFlor- oder Polkette aber wird um Buten gelegt, so daß die Noppenentstehen, die nach der Entfernung jener Stäbe aufgeschnittenwerden.
Genueser Samt. Zur Einleitung sind wohl die Worte Baumgart-ners dienlich. Zuerst nennt er eine Sorte dappoli, macht man vonallen Barben, die sind am besten für Deutschland, und gilt die Palmgut schwarz 28 in 32 ß und von Farben 33 in 37 ß. Man machteine Sorte, heißt sempi, ,,und sond ado fil per anello und werentlenger denn die tapli, die frowen tragn si fast zu Jenua und darumbim land, man fürt sie auch fast für Kathalonia und Hispania." Ertaugt nicht für Deutschland; denn sie drücken übel und man siehtden Boden liederlich, das will man in Deutschland nicht haben.Weiter eine Sorte, ist fast schlecht, heißt sempi di trize pello, gibtman gewöhnlich gut schwarz die Palma zu 24 in 25 ß. Führt manviel nach England, da macht man „geraut" und Boßdecken daraus.
Genueser Samte treten in den Papieren sehr stark hervor. Nebendem gewöhnlichen erscheinen auch Doppelsamte, „dobel samat"(die dappoli Baumgartners), doch ist im Preise kein Unterschied zuerkennen. Weitaus am beliebtesten war der schwarze Samt (seinPreis schwankt für die Palma zwischen 2iy 2 ß und 38, meist 32,für 243 Stück haben wir Preisangaben), mehrfach kommt auchschwarz gemüsiert mit gelbem Boden vor. Einigermaßen beliebtwar auch rot, namentlich lichtrot, daneben finden sich tanett,grau, goldgelb, gut braun, grün, blau und weiß. Ein weiß geblümtesSamtstück wurde von Münster in Westfalen gewünscht. 1 Es handeltsich also um fassonierten Samt, der mit mehreren Polketten her-gestellt wird. Gemüsiert ist wohl auch fassonierter Samt. DiePreise schwanken zwischen 18 und 40 ß, doch werden diese hohenPreise als zu teuer verworfen. Für 6 Kisten kennen wir genau dieKosten, sie enthielten 75 Stücke und kosteten zusammen de primo6215 U 12 ß, dazu kamen auf die Kiste, bis sie auf das Maultier ge-legt war, fast rund 12 U, weiter die Transportkosten von Genua bisFrankfurt mit 38 fl rh. 13 ß, so daß die Kisten zusammen 4273 fl15 ß kosteten, jede Kiste im Durchschnitte 712 fl 6 ß. 2 Man sieht,wie bei so hochwertigen Waren die Transportkosten sehr niedrigwaren. Eine andere Bechnung haben wir für die Fastenmesse 1503.Die Gesellschaft führte von Genf heran 61 Stück mit 4474 Palm,
1 3, 376. 2 3, 34—37. Ein Kiste kostete nach Nürnberg 735 fl, 3, 398. DieGenueser Unkosten genau 3, 399 f. Genaue Eechnungen auch in 3, 370 ff.
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