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Spanische und englische Wolle
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290 Säcken fanden sie bei 800 U Gewinn. Die Requesta war nochimmer groß, die Wolle galt gern 14 U bar Geld. Sie wünschten,daß man noch 200 Sack znwege bringe nm 16 bis 17 ß 1 und Stein-busler gab sich in Saragossa große Mühe. Aber auch die Kon-kurrenten waren da, zu Tortosa verlud eine Firma 500 Ballen, zweiandere hatten ein Schiff gemietet, um 1000 Ballen zu verfrachten.In solcher Lage scheint man wieder auf ähnliche Pläne gekommenzu sein, wie einst Hinderofen. Jedenfalls wollte man näher an dieProduzenten heran und dabei auch am Gewichte Nutzen haben;solche Wolle sei auch besser als die, die man aufkaufe. Von feinerValencianer Wolle — an der verkauften hatte man nur 9%, so dochgar zu wenig sei — bestellte man 100 in 150 Sack, hinter eine großeSumme wollte man nicht kommen. Es heißt, die von Spanng,Stastall, Kuncka hätten besseren Kauf. Ich kann die Namen nichterklären, wohl ist an Cuenca zu denken, der obersten Provinzial-stadt in Neu-Kastüien. Die gewöhnliche Wolle von Valencia hatte15% Gewinn ertragen. Zu einem Preise von 16 ß wünschte man100 Sack mit dem ersten Passadio. 2 Gleichzeitig hatten die Mai-länder von der feinen Valencianer Wolle viel verkauft, aber keinenGewinn erzielt, unterließ also jede Bestellung. 3
Fünf Monate später war in Genua großer Bedarf, die von Tortosagalt 13 U 10 ß. Ein Deutscher kaufte schlechte Ware auf langes Ziel,wie es scheint für die Vöhlin. 4 Im August des gleichen Jahres zwangdie politische Spannung die deutschen Kaufleute, Maüand zu ver-lassen, sie übergaben an befreundete Maüänder Kaufleute 18 Ballenfeine Wolle im Gewichte von c° 46. 5 1508 wurden 29 Sack und einDoppelsack schmutziger Wolle (= 403 rubb) im Werte von 303 U5 ß in Tortosa ins Schiff gelegt, zwei Monate später 8 große Sack. 61515 begegnen 170 Sack auf der Fahrt von Valencia nach Genua. 7Spanische Wolle wurde auch nach den Niederlanden ausgeführt, 8daran hat sich die Gesellschaft nicht beteiligt.
Wer die Bedeutung kennt, die einst die englische Wolle in Italienspielte, ist sehr verwundert, ihr nur ein einziges Mal zu begegnen.Von Maüand aus hatte man schon öfter nach Flandern geschriebenum 25 in 30 „pocketi" englischer Wolle, 1505 erhielt man von Genuavon der dort zur Probe angekommenen 1 Ballen als Muster. Zu demPreise war es für Maüand nichts, aber zu billigerem Preise wollte mandoch an 50 Ballen gute, obwohl das nicht recht verständlich ist. 9
Der Wollhandel der Gesellschaft spielt sich also im Mittelmeereab. Nur ganz beüäufig begegnet uns Wolle in Deutschland in derNürnberg-Frankfurter Bechnung von 1479/80. Ein Verkauf von330 U 20 Lot ergab 49 11 9 ß 5. 10
1 3, 301. In Valencia wurde die Wolle nach. Arroben gehandelt (Uzzano).2 3, 302. 3 3, 310. 4 3, 314. 6 3, 320 f. 6 3, 532. ' 3, 220- 8 Vgl. Hans. TJr-kundenbuch. 9 3, 284. 10 Vgl. 3, 344 ff. 350. 357 ff. 3, 346 aus Aragonienbeigepackt. Vgl. 3, 336.