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2 (1923)
Entstehung
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Arras. Sayetterie usw. Tapisserie

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mit vertikal gestellter Kette (Haute-lisse) hergestellt wurden. DieseKunst war in Flandern hochentwickelt und von Arras ging derName zum zweiten Male als „arazzi" durch die Welt, obwohl dasGewebe 1477 aus der Stadt fortziehen mußte, allerdings späterwieder Fuß fassen konnte. In Tournai war es schon 1449, seine Hoch-blüte gewann es in Brüssel. Das Material der Gewirke bestand meistaus Wolle und Seide.

Die Gesellschaft hat schwerlich ganz feine Gewirke geführt, dieja zumeist einen Besteller hatten; was sie führten, war wohl meisteinfache oder mittlere gängige Ware. Aber gerade sie ist am wenig-sten bekannt.

Genua hatte 1504 2 Stück, 1507 3 StücJfc mit tapesaria auf Lager,hatten zusammen 6 U Gen. gekostet. 1

Eine viel bedeutendere Rolle spielten flandrische Wandteppichein Saragossa. 1479 bestellte das Gelieger für Gabriel de San Olaria2 gestickte Bankdecken von Arras von 12 Ellen, zwei ebensolchemit Figuren von 12 Ellen, 3 gestickte Türvorhänge (tancko ports),2 mit Figuren von je 6 Ellen, 1 von 9 und 1 gestickte von 9 Ellen. 2

Die Ravensburger Herren hatten aber große Bedenken, mankäme zu leicht damit hinter böse Schulden. Die im Gelieger abermeinten, sie wollten sie ja nicht an jedermann verkaufen, sondernan ihre festen Kunden (parockians). 3

1504 gingen von Flandern 4 Ballen ab, in dem ersten 10 StückTürdecken (antepore, porta z. T. verdura, Laubwerk, z. T.Figuren, von 12 oder 16 Ellen), und ein „terli" mit Figuren von40 Ellen, zusammen 152 Ellen, ganz gleich kostend die Elle 9 gro-schen und 2 Dutzend Kisten fein mit Früchten (verdura), dasDutzend zu 4 ß 8 groschen. Die 4 Ballen kosteten 29 U 4 ß 7, warenalso sehr billig. 4

Man hatte 1506 56 Stück = 698 Ellen für 26 U 3 ß 6 $ gekauft. 51506 verkaufte man in Saragossa 37 Stück für 97 U 7 ß, darunterbancale Banktücher von Gent, ,,ietz, jentz Tüchle," portas, ante-portas und Lehnen (spalero, espaller) und behielt 23 Stücke, allesgrobe Ware Türbehänge, übrig. 6

Auf B a n k a 1 e (Banktücher) beziehen sich folgende Angaben. GeorgGeisberg hat für seine Heimreise von Genua sich notiert für AntonioBronygia ein Bankal, 5 Palm breit, 2 in 8 Ellen lang, „di verdura"mit ihrem Wappen. Das sollte doch wohl in Flandern angefertigtwerden. 7 1479 hatte man in Valencia 7 „panckaletz" im Hause, dieaber bei der Rechnung nicht übergeben waren, woher sie stammten,wußte man nicht. 8 In Köm lagerte 1507 bei der Gesellschaft Gut1 Bankal figuras, also mit Figuren. 9 Aus Flandern kam auch 1 ,,Ban-chall" für Ludwig Keller. 10 Einfuhr fand 1443 auch nach Barcelonastatt.

1 3, 269. 314. 2 3, 116. 3 3, 159. 4 3, 435. 5 3, 436. 6 3, 241. 244. Vgl.auch 3, 446. ' 3, 266. 8 3, 115. 9 3, 440. Vgl. auch 3, 159 für Saragossa. 10 3, 404.