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2 (1923)
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Arras

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kaum von den schwarzen kenne, gut Ding von 60—80 ß. 1505 hatteman 30 Stück tannette, 3 Ballen schwarz, von dem man den einenmit 12% Nutz verkauft hatte, und bestellte 2 Ballen tannett. 1Einen Teil der billigen schob man nach Valencia ab, an den verkauf-ten hatte man 15%. Man bestellte im Februar 1507 2 Ballen von40 in 80 ß und 1 von 100 in 150/?, alles schwarz, da man tannett nichtschleiße. 2 Im Sommer 1507 verkauften sie angesichts der politischenLage nur gegen bar; auf dem Lager waren 8V2 Stück, im Durch-schnitt 42 3\ wert, man wußte, daß 2 Ballen auf der Straße seien,die feinen rechnete man für verkauft, die gemeinen sollten nachValencia gehen. 3

Der Kauf vollzog sich meist gegen bar, Aufträge auf Lieferungwurden 1478 auf dem Antwerpener Markt umsonst gemacht. EinemFrankfurter Kaufmann war es allerdings gelungen, den schwarzenArras, der nach Middelburg auf den Markt kommen sollte, vorweg-zukaufen. 4

Unter den vielen Sorten bemerke ich noch schwarz „di Ohenont",„Oantziant", 5 eine bessere Sorte. Aus Valenciennes stammendewaren billiger, die Lamkin (wohl von Lambeckein der HerrschaftEecloo) hatten mehr Nachfrage noch als die feinen. Jedermann,Deutsche und Osterlinge wollten sie. Honschoten schwankten imPreise zwischen 20 und 38 ß. 6

In Spanien kam für den Absatz Barcelona weniger in Frage, 7wohl aber hatte man in Valencia 8 und Saragossa 9 Geschmack ander Ware gefunden. Aus diesem Orte haben wir auch eine genaueVerkaufsrechnung.

6 Käufer übernehmen 26 Stück und zahlen dafür 270 U 5 ß Jacqueses.Die 2 Ballen == 34 Stück hatten 67 U 10 ß 6 gekostet, dazu Unkostenin Flandern, Versicherung 3 U 6 ß 10 $, ergibt 70 U 17 ß 4 3j = 250 U8 ß Jaqueses. Weiter kommen hinzu die Unkosten Nolit, Port vonBilbao bis Saragossa 26 & 11 ß; Gesamtpreis 276 & 19 ß. Dem stehtdie andere Seite gegenüber. Die verkauften ertrugen 270 U 5 ß, die un-verkauften wurden angeschlagen 63 U 10 ß, ergibt 333 U 15 ß. MithinGewinn 56 U 16 ß, in der Tat reichlich 20°/ 0 Gewinn.

Vereinzelt ist eine Erwähnung von Genf oder Lyon. 10 Dahingegenversuchte auch das Gelieger zu Wien sich in dieser Ware. 11

Auf den Frankfurter Messen und in Nürnberg wurde nicht immerArras von der Gesellschaft geführt. Die große Bechnung Lutz Geß-lers über ein Jahr seiner Wirksamkeit ergibt verkauft:

in Nürnberg 116 Stück, davon — fein. 105 gemein, 11 schilher. Erlös 506 fl. 10j8Fr. Fastenmesse 131 „ „ 73 „ 51 „ 7 „ „ 783fl. 17^ 6d.

Fr. Herbstmesse 95 „ „ 36 „ 49 „ 10 „ „ 516 fl. Sß

342 Stück,

109 fein, 205 gemein, 28 schilher. Erlös 1806 fl. 12 j6 6 d.

1 3, 269. 271. 293. 2 3, 300. 441. 443. 3 3, 314 f. 318. 443. 4 3, 417. 6 3,423. 425. 6 3, 402. 430. 7 3, 383. 447. An beiden Stellen ist nur von Kataloniendie Eede. 8 3, 16. 108. 138. 305. 416. 431 f. 8 3, 115. 138. 159. 172. 192.10 3, 24. « 3, 453. • -

Schulte, Gesch. d. Ravensburger Handelsges. II. 8