Wollstoffe. Tuche
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sich keine Schiffung; inzwischen war große Frage gewesen, dannaber vergangen; die Tücher hatten ihre Zeit verloren. Sie wolltennun einen Teil nach Neapel senden. 1 Jedenfalls waren 5 Monatespäter 7 Tuche auf Lager, im Preise zwischen 142 und 185 U schwan-kend, im Durchschnitt aber 146 U 14 ß 3V 2 A> a ^ so zusammen1027 U Genueser kostend. Bei dem Abzug der Ravensburger wurdensie einem Italiener (oder Spanier) übergeben, der sie unter diesenPreisen nicht verkaufen solle. 2 Die letzte Nachricht stammt ausdem Jahre 1515, ein Ballen war nach Savona verladen, aber nichtangekommen. 3 Die Valencianer Tuche waren so wertvoll, daß sieauch in Venedig einen Markt hatten. 4
Der Krone Aragon unterstand damals auch noch Perpignan.Die Tuche dieser Stadt erfreuten sich eines sehr guten Namens. 5In den Papieren erscheinen aber nur 6 Ellen feinen aschenfarbenenTuches, die für Noffre Humpis in Flandern gekauft worden waren. 6An französische Tuche kann man denken, wenn 1515 für SerAlexis in Lyon 5 Ravensburger Ellen grau Tuch gekauft werdensollten. 7 .
Für die Tücher aus Flandern, die unter sich sehr verschiedenwaren, fand die Gesellschaft nur an einer Stelle ihres Handels-bereiches mehrfach Verwendung: in Spanien. 7 Der Niedergang derflamischen Wollweberei wird uns darin ersichtlich. Überall warenbessere Tuche die Herren des Marktes geworden, nur in Saragossawar die Konkurrenz der feinen Tuche von Valencia noch zur Notabzuhalten, zumal wenn die Valenzische Münze schlechten Kurshatte. Das konnte den flamschen Tuchen helfen. Doch machtendie biskayischen Kaufleute durch den billigen Verkauf ihnen schwereSorgen. Erfreulich war das Geschäft nur gelegentlich wie damals,als der König Ferdinand in seine Hauptstadt kam; bei den langenZielen war es das Beste, Tuch gegen Safran zu tauschen. 8 Auch inGenua hatten die Tuche von Menin zeitweise guten Schliß, manschrieb von dort, das sei eine sehr lebige Ware, 100 in der Wollegefärbte Stücke wären ihnen von Stunde an bar Geld. AntonioBorall habe alle Jahre 200 Stück gehabt und schier all sein Gelddamit verdient. 9
Von Tucharten werden weiter folgende genannt: Brügge liefertfarbige Tücher, braungraue, dunkelgrüne, blau, feine werden ge-nannt ungesiegelte und Bastarde. Alle anderen Tuche solltenschwarz sein, einmal wird vorgeschlagen, sie weiß zu kaufen unddann tief zu färben. 10
Auf flandrische und nicht auf englische feine Tuche bezieht sichder Rat von Andreas Sattler, solche nicht für Genua zu kaufen, wie
1 3, 303. 2 3, 314. 318. 3 3, 220. 4 Pasi 181. Vgl. auch unten 3, 193.5 Pegolotti 130f. Auch Anton Tucher kaufte 6 Ellen davon. Tucher, Haus-haltungsbuch, S. 76. 6 3, 425. 7 3, 221. 8 3, 40. 116. 158. 165. 193. 415. 429.431. 9 3, 300. 10 3, 116.